Frage des Monats

Worauf ist bei der Überarbeitung von WDVS zu achten?

Frage des Monats: Glatte Wände und Deckenflächen
Frage des Monats: Glatte Wände und Deckenflächen
Jahrzehntelange Erfahrungen zeigen, dass zugelassene und fremdüberwachte WDVS, die fachgerecht verlegt wurden, ihre Funktion über lange Zeiträume ordnungsgemäß bewahren. Der Witterung ausgesetzte Produkte auf Fassaden müssen teilweise extremen Belastungen standhalten. Worauf ist bei einem anstehenden Wiederholungsanstrich auf einem WDVS zu achten?

Temperaturschwankungen und Feuchtigkeitseinflüsse durch Regen, Nebel und Frost wirken sich auf die Fassade aus. Eine lange Lebensdauer ist nur durch systemkonforme Anwendung, Verarbeitung und letztlich Wartung zu erlangen. Die Wartung obliegt dem Eigentümer und kann vom Ersteller des WDVS über Jahre kaum kontrolliert werden. Auf die Alterung der Fassade und die erforderlichen Wartungen aber kann frühzeitig hingewiesen werden. Dehn- und Anschlussfugen sind zu kontrollieren, verhärtete Materialien zu erneuern. Soll die Überarbeitung der Fassade mit einem Anstrich erfolgen, muss auf folgende Punkte geachtet werden:

Die Beschichtungen älterer Dämmfassaden können verschmutzt oder durch Mikroorganismen bewachsen sein. Durch Bindemittelabbau im Anstrichfilm kann sogenannte Kreidung auftreten.
In diesen Fällen, ist das Abwaschen der Fassaden erforderlich. Wichtig bei Hochdruck-Reinigung des alten WDVS ist die Verwendung eines nur mäßigen Wasserdrucks von maximal 60 bar. Das verhindert eine zu starke Sättigung des Untergrunds mit Feuchtigkeit; auf Heißdampf bitte ganz verzichten. Folgenschwer ist eine zu kurze Wartezeit zwischen Abwaschen und Anstrich; die Restfeuchtigkeit im Untergrund muss vollständig abgetrocknet sein, sonst kommt es zu Rissbildungen und Abplatzungen bei der Neubeschichtung.
Der Anstrichstoff ist so zu wählen, dass eine Verträglichkeit mit dem Altanstrich gegeben ist. Wichtig dabei ist der sd-Wert (diffusionsäquivalente Luftschichtdicke). Dieser sollte bei Dämmsystemen aus Polystyrol (EPS) 0,5 Meter und bei Dämmsystemen aus Mineralwolle (MW) 0,25 Meter nicht überschreiten.
Dunkle Farbtöne führen zu starker Aufheizung der Fassadenflächen. Da die alte Dämmung in der Regel nicht für dunkle, intensive Farbtöne geplant wurde, würde sich aus der Wechselwirkung zwischen kalt und warm eine hohe Belastung der Armierung und Putzschicht ergeben, die zu Spannungen und Rissen führen kann. Es ist daher ratsam, einen Hellbezugswert (HBW) oberhalb von 20 zu wählen.

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