Elastische Bodenbeäge sanieren

Kostensparend, nachhaltig, vielfältig

Elastische Bodenbeläge wirken, wenn sie in die Jahre gekommen sind, wenig einladend und lassen ein Gebäude schnell ungepflegt aussehen. Eine kostengünstige und nachhaltige Alternative zum kompletten Austausch der Beläge kann eine fachgerechte Sanierung sein. Durch spezielle Verfahren und Beschichtungsprodukte erhalten die Böden eine neuwertige Optik.

Susanne Sachsenmaier-Wahl

Elastische Bodenbeläge gelten als äußerst strapazierfähig. Aus diesem Grund finden Linoleum-, PVC-, Gumminoppen- oder Kautschukbeläge häufig Anwendung in Bereichen mit mittlerer bis hoher Beanspruchung. Auch dort, wo erhöhte Ansprüche an die Hygiene gestellt werden, wie etwa in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, sind elastische Bodenbeläge aufgrund ihrer dichten Oberfläche und der Möglichkeit, die Nahtbereiche thermisch verschweißen zu können, die erste Wahl. Doch auch an solchen Bodenbelägen gehen die Belastungen des Alltags nicht spurlos vorbei. Denn gerade Bodenbeläge in stark frequentierten Objekten, zu denen neben Pflegeheimen und Kliniken auch Verwaltungsgebäude, Kindergärten und Schulen zählen, unterliegen durch Unterhaltsreinigung, Desinfektionsmittel und vielfältige mechanische Einwirkungen einer extrem hohen Belastung. Nach einiger Zeit zeigen sich typische Abnutzungserscheinungen wie Kratzer, verblichene Stellen, Verfärbungen oder Laufstraßen. Und diese lassen ein Objekt schnell ungepflegt erscheinen.

Häufig sehen die Verantwortlichen der Einrichtungen dann nur eine Lösung: den Bodenbelag auf zeitintensive und somit kostspielige Art und Weise auszutauschen.

Ökonomisch und ökologisch

Eine wirtschaftliche und nachhaltige Alternative bietet die Sanierung – bestehend aus Grundreinigung, Schliff und Versiegelung – elastischer Bodenbeläge. Vorteile gegenüber einer Neuverlegung von elastischen Bodenbelägen sind nicht nur die Kosten- und Zeitersparnis. Der sanierte Bodenbelag gilt sogar als verschleißfester als ein neuer. Der Reinigungsaufwand nach der Neuversiegelung wird ebenfalls deutlich gesenkt, da die Schmutzanhaftung reduziert wird.

Grundreinigung und Schliff

Zunächst wird der zu renovierende Bodenbelag mit einem leicht alkalischen Grundreiniger vorbehandelt. Dieser eignet sich aufgrund seiner speziellen Formulierung für das Anlösen hartnäckiger Verunreinigungen sowie alter Pflegemittelfilme. Nach einer kurzen Einwirkzeit (zehn bis 15 Minuten) wird die Oberfläche mit einer Einscheiben–Maschine bearbeitet. Durch Aufsetzen des passenden Tellers können mit dieser Maschine eine Vielzahl von Arbeiten erledigt werden: Grundreinigen, Schleifen, Wachsen, Ölen oder polieren. Die Grundreinigung erfolgt, je nach Zustand des alten Bodenbelags, mit verschiedenen Schleifscheiben. Sie reichen von Kupferschleifscheiben, über Keramik- und Zirkon- bis hin zu Diamantschleifscheiben in verschiedenen Körnungen. Nach der Grundreinigung wird die Schmutzflotte mit einer Scheuersaugmaschine abgesaugt und mit klarem Wasser gespült.

Versiegelung der Oberfläche

Bodenbeläge, die durch falsche Reinigung und sehr starke Beanspruchung unansehnlich und nicht mehr durch eine Grundreinigung zu reinigen sind, können mit einem farbigen Versiegelungslack wieder in einen nahezu neuwertigen Zustand versetzt werden. Der vergilbungsfreie Lack ist in einer Vielzahl von RAL- oder NCS-Farbtönen erhältlich. Auf die trockene Oberfläche wird der farbige Lack in zwei Schichten appliziert. Bei einem engen Zeitfenster für die Bodensanierung kann die Trocknung mithilfe von Ventilatoren beschleunigt werden. Nach nur ein bis zwei Stunden ist die Fläche so bereit für die Applikation der zweiten Farbschicht. In diese können zur optischen Auflockerung farbige Kunststoffchips eingeblasen werden. Nach erneuter Trocknung erfolgt die Versiegelung mit einem transparenten, matten, ebenfalls wasserbasierten 2K-PU-Lack. Bodenbeläge, die keine farbige Versiegelung benötigen, werden lediglich mit dem transparenten Lack beschichtet. Die Versiegelung schützt die Oberfläche nicht nur dauerhaft, sondern minimiert auch die Schmutzanhaftung, wodurch die Unterhaltsreinigung deutlich vereinfacht wird.


praxisplus

Unter der Bezeichnung „Bona Elastic System“ bietet der Hersteller ein Saniersystem für elastische Bodenbeläge an.

Neben Beschichtungen und Versiegelungen sind auch Reinigungs- und Pflegemittel, sowie die entsprechende Maschinentechnik erhältlich.

www.bona.com

Weitere Beiträge zur Sanierung elastischer Bodenbeläge: https://www.malerblatt.de/themen/technik-werkstoffe/lackiert-statt-neu-verlegt/

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