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Sschwimmend zu verlegenden Unterbodensystem von Küberit

Untergrundvorbereitung
Eben, isolierend und belastbar

Beim Bauen im Bestand benötigen Untergründe häufig eine grundlegende Sanierung, bevor ein neuer Bodenbelag verlegt werden kann. Ein Schnellverlegesystem bietet die Möglichkeit, einen direkt belastbaren und belegreifen Unterboden herzustellen. Durch seine komfortable Verarbeitungsmethode entsteht in kurzer Zeit ein perfekter Untergrund – und der Trittschall wird ganz nebenbei auch noch verbessert.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl | Fotos: Küberit

Häufig wird der Maler gerufen, um (schnell mal) einen neuen Bodenbelag zu verlegen. Vor Ort stellt sich dann nach Entfernen des Altbelags nicht selten heraus, dass der Untergrund für den ausgewählten Oberbelag, wie z. B. Teppichboden, Designbelag oder Linoleum gar nicht geeignet ist. Also heißt es Schleifen, Spachteln und Grundieren. Und im Handumdrehen zieht sich der Auftrag über einige Tage, da immer wieder Trocknungszeiten eingehalten werden müssen. Das ist nicht nur für den Handwerker ärgerlich, weil er wegen jedes einzelnen Arbeitsschrittes die Baustelle erneut anfahren muss. Insbesondere für den Auftraggeber kann die Renovierungsdauer zum Problem werden – sei es, weil der Kunde längere Zeit die Räumlichkeiten nicht bewohnen kann, oder aber, weil ein Gewerbeobjekt gesperrt werden muss.

Schnelle Problemlöser

Mit einem schwimmend zu verlegenden Unterbodensystem lassen sich belegreife und direkt belastbare Böden herstellen – und das an nur einem Tag. Die zweilagigen Unterbodensysteme bestehen aus einer HDF-Träger- und Deckplatte, die durch einen werkseitig aufgebrachten Kontaktklebstoff zuverlässig miteinander verbunden werden. Der XPS-Schaum auf der Unterseite der Trägerplatten dämmt in erster Linie den Trittschall (laut Hersteller soll eine Trittschallverbesserung von 20 bis 25 Dezibel möglich sein). Zudem vermag sie kleine Unebenheiten des Altbodens wie etwa Fliesenfugen, Fugen in einem Holzdielenboden oder Kleberspuren, bis etwa zwei Millimeter auszugleichen. Doch auch größere Unebenheiten (von 3 bis 60 Millimeter) können „in einem Aufwasch“ nivelliert werden. Hierfür bietet der Hersteller eine lose Trockenausgleichsschüttung an. Das Material aus Holzspänen mit mineralischer Ummantelung sei nicht nur ökologisch, es lasse sich auch gut verarbeiten und sei standfest, versichert der Produzent.

Einfache Verlegung

Die erste Lage des Unterbodensystems wird mit der Trägerplatte ausgeführt. Diese verfügt über einen aufkaschierten XPS-Schaum auf der Unterseite und eine Schutzfolie auf der Kontaktfläche der Oberseite. Da Träger- und Deckplatte unbedingt im Versatz verlegt werden müssen, empfiehlt es sich, die erste Verlegereihe auf halbe Breite zu kürzen und mit einer um ein Viertel in der Länge gekürzten Platte zu beginnen. Der Zuschnitt kann durch einfaches Anritzen der Oberseite mit der Halbmondklinge und anschließendes Brechen erfolgen. Eventuell muss der XPS-Schaum mit einem zweiten Schnitt durchtrennt werden. Im Anschluss an die erste Reihe verlegt man die folgenden im halben Verband mit dicht gestoßenen Kanten. Wichtig bei der Verlegung ist, dass im Randbereich eine Fuge von etwa einem Zentimeter bleibt, da es sich um ein schwimmendes System handelt.

Die zweite Lage des Unterbodensystems wird mit den Deckplatten im halben Verband zur Trägerplattenschicht ausgeführt. Während die Trägerplatten an ihrer Oberseite mit einem Kontaktkleber ausgerüstet sind, befindet sich dieser bei den Deckplatten auf der Unterseite. Solange kein Druck auf die Platten erfolgt, haften die Kleberflächen nicht aneinander. Während der Verlegung kann die Deckplatte also immer wieder aufgenommen und ihre Lage gegebenenfalls korrigiert werden. Erst wenn die Deckplatte korrekt sitzt, wird sie mit dem Gummihammer flächig angeklopft und ist dann untrennbar mit der Trägerplatte verbunden.

Fertiger Fußboden an nur einem Tag

Sofort im Anschluss kann mit der Verlegung des gewünschten Oberbelags begonnen werden. Auf dem Unterbodensystem können ohne vorherige Grundierung Kunststoffbeläge, Laminat, Parkett, Linoleum oder textile Beläge verklebt werden. Bodenbeläge mit Click-System lassen sich darauf selbstverständlich ebenfalls verlegen.