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Mattlasur von Brillux mit gelichwertigem Holzschutz

Farben
Ästhetischer Holzschutz: Mattlasur

Matte Oberflächen sind nicht nur in Innenräumen ein Trend, sondern werden auch für die Gestaltung von Außenfassaden immer stärker nachgefragt. Eine neue Mattlasur erhält die natürliche Anmutung von Holzfassaden und anderen Holzbauteilen – ohne beim Schutz Abstriche zu machen.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl | Fotos: Brillux

Außenfassaden werden durch die ständige Wetterbelastung stark beansprucht. Dies gilt auch, oder insbesondere, für Holzfassaden. Eine passende Beschichtung kann Holzbauteilen im Außenbereich einen Schutz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung bieten.

Seit einiger Zeit ist eine Mattlasur auf dem Markt, die dem Wunsch vieler Kunden nach matten Oberflächen auch im Außenbereich gerecht werden will. Michael Hilgert, Produktgruppenberater Lacke und Lasuren bei Brillux, dem Hersteller der neuen Mattlasur, fasst deren Eigenschaften wie folgt zusammen: „Unsere Mattlasur unterstreicht die natürliche Holzmaserung und Struktur des Untergrunds. Neben der Optik überzeugt sie aber auch durch holzpflegende und -schützende Eigenschaften, die die Beschichtung besonders robust gegenüber Witterung und anderer Beanspruchungen macht.“

Doch schützt die neue Lasur Holzbauteile genauso gut wie ihre glänzenden Pendants? Michael Hilgert stellt klar: „Grundsätzlich gilt, dass matte Systeme aufgrund der raueren Oberfläche empfindlicher sind hinsichtlich Verschmutzungsneigung und Wetterbelastung. Das ist physikalisch nicht zu verhindern.“ Doch im Hinblick auf die Neuentwicklung seines Unternehmens fügt er hinzu: „Unsere intensiven Freibewitterungstests auf dem Wetterstand und an realen Objekten zeigen jedoch, dass die Haltbarkeit unserer Mattlasur nur gering reduziert wird.“

Mattlasur und seidenglänzende Lasur
Hölzer im Außenbereich können zukünftig nicht nur durch (seiden-)glänzende Lasuren geschützt werden. Eine neue Mattlasur erlaubt eine matte Optik bei gleichwertigem Schutz.
Foto: Brillux

Spezielle Rezeptur der Mattlasur

Wenn die Mattlasur also nur eine unwesentlich geringere Haltbarkeit aufweist als herkömmliche (seiden-)glänzende Lasuren, lohnt es sich einen Blick auf die Rezeptur zu werfen. Diese ist natürlich auch bei Brillux „top secret“, dennoch beantwortet Michael Hilgert bereitwillig unsere Fragen. Zunächst interessiert uns, wie der Matteffekt erzielt wird. Unserer Vermutung, dass der Bindemittelgehalt der Mattlasur geringer gehalten wurde, um den Effekt zu erzielen, widerspricht der Produktgruppenberater: „Nein, die Mattlasur ist diesbezüglich vergleichbar mit der Flächenlasur 620 (seidenglänzende Variante bei Brillux, Anmerkung der Redaktion).“ Statt dessen werde der Matteffekt durch Additive, sogenannte Mattierungsmittel, erzielt, so Hilgert.

Die Frage, wodurch die überraschend gute Haltbarkeit der Mattlasur zustande kommt, ist damit aber noch nicht beantwortet. „Diese ist zurückzuführen auf den hohen Festkörpergehalt, das vorteilhafte Bindemittelpaket und das zugegebene, hochwertige Mattierungsmittel“, lässt uns Michael Hilgert wissen. Füllstoffe würden ganz bewusst nicht eingesetzt, erklärt er uns: „Füllstoffe beeinflussen nicht nur die Penetration, sondern auch die Anfeuerung.“ Die der Rezeptur zugesetzten Additive beeinflussten das Penetrationsverhalten dagegen nicht. Brillux bescheinigt sowohl der seidenglänzenden Flächenlasur als auch der Mattlasur eine besonders gute Penetration.

Keine Abstriche bei der Verarbeitung

Unterschiede hinsichtlich der Verarbeitung soll es laut Hilgert zwischen den beiden aromatenfreien Lasuren nicht geben: „Bei der Entwicklung der Mattlasur 618 wurde strengstens darauf geachtet, dass die Verarbeitung auf dem bewährten Niveau des seidenglänzenden Pendants, der Flächenlasur 620, liegt.“ Die Vermutung, die Mattlasur könne einen schlechteren Verlauf aufweisen, wischt der Produktgruppenberater beiseite: „Die mattere Oberfläche bewirkt sogar ein visuell homogeneres Oberflächenbild als bei glänzenden Systemen, bei denen sich Unebenheiten stärker abzeichnen.“

Aufgrund ihrer gut eingestellten Viskosität könne sowohl das Verstreichen als auch beispielsweise das Verarbeiten über Kopf problemlos ausgeführt werden. Für die Applikation empfiehlt Hilgert Pinsel mit konischen Synthetikborsten (z. B. den „Uni-Plus-Pinsel“ von Brillux): „Diese haben sich nicht nur bei wasserbasierten Lacken bewährt, sondern eignen sich auch hervorragend für die Applikation von lösemittelbasierten Lasuren. Die seit Jahren bei Fachhandwerkern beliebten Chinaborstenpinsel sind ebenso nutzbar.“

Ohne Einschränkung einsetzbar

Die neue Mattlasur scheint ihrer seidenglänzenden „Schwester“ also in nichts nachzustehen. Dennoch wollen wir von Michael Hilgert wissen, ob es Fälle gibt, in denen er rät, die Mattlasur nicht einzusetzen und statt dessen auf die seidenglänzende Flächenlasur zurückzugreifen. „Wir empfehlen die Mattlasur 618 als mattes Pendant zur seidenglänzenden Flächenlasur 620“, fasst er zusammen. „Mit leichter Thixotropie, also tropfgehemmter Einstellung, aber dennoch angenehmer Verarbeitung, eignet sich die Mattlasur auf allen nicht maßhaltigen oder begrenzt maßhaltigen Holzbauteilen. Der einzige nennenswerte Unterschied ist letztlich die Optik. Wer Wert auf eine natürliche Anmutung des Holzes legt, greift zur Mattlasur 618. Wer eine seidenglänzende Optik bevorzugt, wählt die Flächenlasur 620.“

Optionaler Algenschutz für die Mattlasur

Beide Lasuren sind in elf Standardfarbtönen und über das Brillux-Farbsystem in 60 weiteren Farbtönen verfügbar. „Der Gestaltungsfreiheit sind also keine Grenzen gesetzt“, freut sich Hilgert. Auch einen höheren Algen- und Pilzbefall müsse man nicht befürchten: „Die sehr gute Haltbarkeit kann – wie bei nahezu allen Brillux-Lasuren – durch den optionalen Einsatz von Protect (Brillux-Schutzkonzept gegen Algen und Pilze, Anmerkung der Redaktion) und das dadurch reduzierte Risiko von mikrobiellem Bewuchs nochmal verlängert werden.“

Praxismerkblatt zur Mattlasur


Michael Hilgert, Produktgruppenberater Lacke/Lasuren bei Brillux

Die mattere Oberfläche bewirkt sogar ein visuell homogeneres Oberflächenbild als bei glänzenden Systemen, bei denen sich Unebenheiten stärker abzeichnen.

 

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