Startseite » Werkstoffe » Farben »

Biobasierte Beschichtungsstoffe aus Leindotter von Caparol

Caparol Expertentipp
Zukunftsprojekt biobasierte Beschichtungsstoffe

Biogene Farben und Lacke sind ein Lösungsansatz für sich verknappende fossile Ressourcen und eine Reduzierung von Emissionen.

Autor: | Fotos: Caparol

Nachhaltiges Denken und Handeln gehört auch im Handwerk die Zukunft. Seit 2018 setzen die Deutschen Amphibolin-Werke (DAW) auf die seltene Nutzpflanze Leindotter, die auf riesigen Flächen in Brandenburg angebaut wird. Das Besondere: Leindotterpflanzen belegen keine Agrarflächen, die dem Lebensmittelanbau verloren gehen. Leindotter wird auf einem Feld mit Erbsen angebaut. Der Mischanbau unterdrückt das Wachstum von Unkraut, wodurch Landwirte weniger Pflanzenschutzmittel verwenden müssen. Außerdem steht Leindotter auf der Roten Liste der bedrohten Nutzpflanzen in Deutschland. Durch den Anbau wird also der Fortbestand der Pflanze garantiert. Und: Leindotter blüht in einer Zeit, in der sonst in den Monokulturen der konventionellen Landwirtschaft wenig blüht. Somit bieten seine gelben Blüten bedrohten Insekten wie Wildbienen eine wichtige Nahrungsquelle und fördert die Artenvielfalt.

Linck_Bernhard.jpg
Bernhard LinckCaparol-Produktmanagement Lacke + Lasuren„Die UniversalLasur wirkt nachhaltig durch Verwendung von Leindotteröl, optimaler Feuchteschutz durch Hydroperltechnik, modernster UV-Schutz, wirkungsvoller Filmschutz gegen Pilzbefall.“
Foto: Caparol Farben Lacke Bautenschutz

Einsatz findet das gewonnene Leindotteröl als Bindemittel in der UniversallasurGeo, geeignet für die farbige Gestaltung sowie den Feuchte- und UV-Schutz von maßhaltigen Holzbauteilen, begrenzt maßhaltigen Holzbauteilen sowie nicht maßhaltigen Holzbauteilen. In dieser Lasur wurden bis zu 50 Prozent des petrochemischen Anteils wurden durch das Leindotterbindemittel ersetzt.

Die Universallasur ist eine Mittelschichtlasur mit deutlich geringerer Schichtdicke, wie sie bei früheren Lasuren üblich war. Das reduziert die Spannungen im Beschichtungsfilm. Die Lasur baut sich mit den Jahren erodierend ab und abblättert nicht ab. Den hohen Feuchteschutz verdankt sie einer anhaltenden Imprägnierung des Beschichtungsfilmes. Durch den so genannten Hydroperleffekt wird die Lasuroberfläche dauerhaft hydrophob, also wasserabweisend. Ein weiterer Faktor für die Haltbarkeit der Lasur ist deren Fähigkeit, UV-Strahlen aus dem Sonnenlicht zu filtern. Dies wird durch den Einsatz von speziellen UV-Schutz-Additiven, aber vor allem durch besonders feinteilige Pigmente erreicht. Der UV-Anteil des Sonnenlichtes wird fast vollständig absorbiert, während der sichtbare Anteil des Lichtes durchdringen kann. Dadurch bleibt die Holzoberfläche sichtbar. Die Maserung der Holzoberfläche wird sogar farbvertiefend hervorgehoben. Abgerundet wird das alles auch noch durch einen wirkungsvollen Filmschutz gegen Pilzbefall für eine langanhaltend saubere Oberfläche.


PraxisPlus

Die UniversalLasurGEO ist nur ein Produkt aus der umfangreichen Familie der nachhaltigen Produkte „CapaGeo“ und „Capatect Nature Hanf“. Hier werden fossile Rohstoffe durch unterschiedliche nachwachsende Rohstoffe ersetzt, beispielweise durch Leinöl, Sojaöl, Kartoffelstärke oder Hanf. Mehr dazu finden Sie in der Broschüre „Jeden Tag nachhaltiger“. bit.ly/39gMdwJ

Anzeige
Anzeige
Aktuelle Ausgabe
Titelbild Malerblatt 6
Ausgabe
6.2020

ABO

Anzeige
Produkt des Monats

Malerblatt Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Malerblatt-Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Medien GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Malerblatt-Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Malerblatt-Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de