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Metallfassaden beschichten - Neuanstrich mit Coil-Coating

Coil-Coating-Beschichtung
Metallfassade in neuem Chic

Neuanstrich für Metallfassaden: Auch Metallfassaden brauchen mal einen Neuanstrich – sei es, weil der alte Gebrauchsspuren zeigt, oder aber, weil der Farbton geändert werden soll. Da die Fassaden in den meisten Fällen mit einem Coil Coating versehen sind, ist die Überarbeitung nicht ganz ohne. Hier lesen Sie, worauf geachtet werden sollte.

Autor: Bernhard Linck | Fotos: Caparol

Die unzähligen Metallfassaden in unseren Industriegebieten – seien es Lager- oder Werkshallen, Supermärkte oder Möbelhäuser – sind überwiegend mit einer Coil-Coating-Beschichtung versehen. Diese werkseitige Bandbeschichtung gibt es in unterschiedlicher Formulierung. Es gibt also nicht das eine Coil Coating so wie z. B. bei einem Alkydharzlack. Hier weiß man ziemlich sicher, womit man es zu tun hat und kann dessen Eigenschaften als Untergrund aus Erfahrung abschätzen. Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Formulierung empfiehlt sich daher bei einem Coil Coating immer vorab eine Testbeschichtung mit nachfolgender Haftprobe, zum Beispiel mittels Gitterschnitt. Dies nicht zuletzt deshalb, weil man es häufig mit Flächen von 2.000 bis weit über 10.000 Quadratmetern zu tun hat. Da sollte man sich sicher sein.

Metallfassaden beschichten: Welcher Lack funktioniert?

Derartige Fassaden werden auch in intensiven Firmenfarbtönen beschichtet. Deshalb wird bei der Renovierung besonderer Wert auf eine möglichst langanhaltende Farbtonstabilität gelegt. Der Bindemittelkreidung, durch UV-Belastung verursacht, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Damit scheidet die Verwendung von Alkydharzlacken hier schon von vornherein aus. Diese erreichen nur eine Kreidungsresistenz von B nach BFS-Merkblatt Nr. 26. Es sollte aber ein Beschichtungsstoff der Klasse A verwendet werden. Das können PU-Acryl-Lacke leisten. Vorher sollte eine Grundierung mit einem Acryl-Dispersions-Haftprimer erfolgen.

Bei schwierigen Witterungsbedingungen z. B. in den Übergangsjahreszeiten kommt anstelle des PU-Acryl-Lackes auch schon mal ein PMMA-Lack (Polymethymethacrylat), also in Lösemitteln gelöstes Plexiglas, zum Einsatz. Dieser Lack ist innerhalb von 20 Minuten regenfest und trocknet auch bei niedrigen Temperaturen schnell, weil rein physikalisch nur durch das Verdunsten des Lösemittels. Auf Metallfassaden kann das im Frühjahr oder Herbst entscheidend sein. Die Farbtonstabilität liegt bei A 1–3, je nach Pigmentierung. Als Grundierung muss dann jedoch ein lösemittelhaltiger Haftgrund eingesetzt werden, etwa ein lösemittelhaltiges Polymerysatharz. Gegebenenfalls kann auch unmittelbar auf dem Coil Coating lackiert werden. Das zeigt die obligatorische Haftprobe.



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