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Schloss Koblenz

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Schloss Koblenz

Schloss Koblenz lag viele Jahrzehnte im Dornröschenschlaf: Es wurde als Verwaltungsgebäude genutzt.

Zur Bundesgartenschau 2011 erweckten eine kluge Planung und eine feine malerische Ausführung den klassizistischen Bau wieder für die Öffentlichkeit. Heute wird der Mittelteil des Schlosses als Tagungs- und Event-Location genutzt.

Schon auf die nüchterne Zahlen-und-Fakten-Bilanz des Modernisierungs- und Sanierungsprojektes Kurfürstliches Schloss Koblenz kann der Koblenzer Malerbetrieb Würzberger stolz sein. Erst recht, wenn man die Qualitäten der Arbeiten vor Ort auf sich wirken lässt. 5.800 Quadratmeter Innenwände sind aufs Feinste gerollt und rund 3.300 Quadratmeter Deckenfläche in zum Teil schwindelnder Höhe von 14 Metern beschichtet. Fast einem Kilometer Wandfriesen, Pilastern, Rundsäulen, Brüstungen und Balkonen wurde eine neue Oberfläche gegeben. 1.200 Quadratmeter Wände sind dekorativ gestaltet. Und nebenbei noch 1.400 Quadratmeter Fenster und Türen lackiert.

Das Kronjuwel unter den Räumlichkeiten im Kurfürstlichen Schloss Koblenz ist der 14 Meter hohe Kaisersaal.


Umbau zur Event-Location

Der frühklassizistische Bau aus dem 18. Jahrhundert ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal. Bei der Bundesgartenschau 2011 sollte das seit Jahrzehnten von Bundesbehörden genutzte Residenzschloss zu den Kernbereichen des Veranstaltungsgeländes zählen und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Thillmann Architekten und Ingenieure, ebenfalls aus Koblenz, planten den Mittelteil des Gebäudes nach den Bedürfnissen der Bauherrin, der Stadt Koblenz, und der neuen Pächterin, der Koblenz Touristik, um: Seit dem Frühjahr 2011 beherbergt das Schloss eine Gastronomie und Veranstaltungsräumlichkeiten. Fünf exklusive, zwischen 70 und 370 Quadratmetern große Säle mit historischem Ambientekönnen für Tagungen, Konzertveranstaltungen oder Hochzeiten gebucht werden. Das Team vom Malerbetrieb Horst Würzberger erhielt den Zuschlag für die denkmal- und nutzungsgerechte Beschichtung aller Innenflächen. Ein so weitläufiges Objekt mit historischer Bausubstanz, das in der neuen Nutzung den Anforderungen eines modernen Veranstaltungsortes standhalten soll, verlangt besonderes Können von den ausführenden Malern und der Leistungsfähigkeit der Beschichtungen: Wirtschaftliche Lösungen waren genauso gefragt wie penible handwerkliche Detailarbeit, kreatives Geschick und dauerhaft belastbare, schadstofffreie Oberflächen. Bei der Erstellung des Leistungsverzeichnisses im Vorfeld arbeiteten Thillmann Architekten zusammen mit der Technischen Beratung der Brillux-Niederlassung Neuwied einen gründlichen Leitfaden für die Materialqualitäten aus. Die Verwendung von lösemittel- und emissionsfreien, geruchsneutralen Farben und Lacken war darin von vornherein festgeschrieben – ebenso wie hohe Standards bei der technischen Oberflächenbeschaffenheit der Beschichtungen. Einen klaren Wettbewerbsvorteil brachte das Malerteam Würzberger mit seiner Ausrüstung und Erfahrung bei maschinellen Beschichtungsverfahren mit: Wo sinnvoll, führte der Malerbetrieb große Flächen im Spritzverfahren aus.

Einbauten, wir hier der Personenaufzug, wurden elegant integriert und fügen sich auch durch ihre Farbigkeit in den Bestand ein.


Foyer

Der Besucher betritt heute das Schloss durch ein von acht Säulen gestütztes Portal und findet sich in einem 220 Quadratmeter großen Foyer wieder. Hier begrüßt ihn eine feine, dezente Atmosphäre – vom rot-gelben Sandsteinfußboden bis hin zu den in Weißtönen gestalteten, reich verzierten Wänden und Decken. Das Malerteam Würzberger besserte zunächst alle Wandflächen, Friese, Säulen und Pilaster aus und führte eine Vollspachtelung mit Kunstharzspachtel auf den Altanstrichen aller Bauteile aus. Auf fast allen Wänden und senkrechten Flächen im Innenraum kam für die Schlussbeschichtung eine Innendispersion zum Einsatz, die durch ihre schadstoffgeprüfte, gesundheitsverträgliche Zusammensetzung und ihre extrem hohe Deckkraft überzeugte. Optisch ist sie Streiflichtsituationen auch auf großen Flächen gewachsen und gibt ein sehr gleichmäßiges Oberflächenbild ab. Mit der Rolle lässt sich die Farbe mit ihrer langen Offenzeit ebenso leicht verarbeiten wie im Airless-Spritzverfahren. Und schließlich erfüllte die gute Nassabriebbeständigkeit und Strapazierfähigkeit die Ansprüche, die man an dauerhaft schöne Räume mit viel Publikumsverkehr hat. Auf allen Decken verarbeitete die Firma Würzberger eine strahlend weiße Innendispersion durchweg im Spritzverfahren.

Schon im Foyer des Kurfürstlichen Schlosses Koblenz erahnen die Besucher, welch nobles Ambiente sie in den Sälen erwartet.


Gartensaal und Bar

Ans Foyer schließt sich der 160 Quadratmeter große Gartensaal an, in dem heute besonders gern geheiratet wird. Hier gestalteten die Maler die Wandspiegel in einem leichten Roséton, während die weiteren Wand- und Deckengliederungen in elegantem Weiß erstrahlen. Die deckenhohen Flügeltüren, die wie alle anderen Tür- und Fensterelemente neu beschichtet wurden, erlauben einen direkten Zugang in den direkt am Rheinufer gelegenen Schlossgarten. Im angrenzenden Blauen Saal geht die klassizistische Architektur des Bestands eine sehenswerte Verbindung mit modernem Bar-Ambiente ein. Der Leitfarbe Weiß für Friese und Wände sowie für die neuen Deckenakustikelemente fügten die Maler goldene Akzente bei.

Puristische Moderne im Schlossambiente: der Blaue Saal mit seiner Bar-Gastronomie.


Ästhetisch überzeugend

Der filigrane, voll verglaste Aufzug in frei stehender Konstruktion nimmt das quadratische Raster der Oberlichter auf. Die anthrazitfarbene Beschichtung der Stahlteile versteckt den Neueinbau nicht, nimmt ihn aber angenehm zurück.

Im Obergeschoss des Kurfürstlichen Schlosses beeindruckt zunächst der Spiegelsaal. Die Wandspiegel leuchten warm in einem leichten Cremeton, während die reichen Wand- und Deckengliederungen wiederum in strahlendem Weiß ausgeführt wurden. Das Prunkstück unter den Räumlichkeiten ist jedoch der angrenzende Kaisersaal: Mit 370 Quadratmetern ist er der größte Raum im Schloss – und der höchste. Stattliche 14 Meter hoch schweift der Blick bis unter die Decke.

Fast durchweg führten die Maler der Firma Würzberger die Arbeiten auf Raumgerüsten aus. Dabei verarbeiteten sie 171 Gebinde und damit rund zweieinhalb Tonnen Spachtelmasse, Tiefgrund, Dispersionen und Lacke. Sichtbar an perfekten Oberflächen und Räumen, in denen sich heute fürstlich feiern und tagen lässt.

Die Wände und senkrechten Raumbauteile wurden, wir hier im Gartensaal, in verschiedenen weißen und pastelligen Farbtönen gestaltet. Fotos: Brillux, mattphoto

Quelle: Malerblatt 04/2013
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