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Eine exklusive Tapetenkollektion macht aus Wänden Kunstwerke

Wandbeläge
Exklusive Tapetenkollektion: Mit (Unikat-)Charakter

Individuell, exklusiv und nicht zu übersehen: Mit oxidierter Eisenoberfläche, gecrushtem Faltenwurf, rissigem Schlagmetall oder duftendem Heu soll eine exklusive Tapetenkollektion Wände zu Kunstwerken machen.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl / Fotos: Marburg

Wenn Ihrem Kunden das Beste gerade gut genug ist, dann sollten Sie ihn unbedingt einmal einen Blick auf die neue exklusive Tapetenkollektion „Horus II“ von Marburg werfen lassen. Wobei ein Blick vermutlich nicht reichen wird, denn die neuen hochwertigen Tapeten sollte man außerdem fühlen und in einem Fall sogar riechen – also schlichtweg mit allen Sinnen erleben. „Das Besondere an der Kollektion ist, dass jede einzelne Bahn ein Unikat ist, die bei aller Perfektion doch nie exakt so ausfällt wie die nächste. In jeder Bahn spürt man die Wertschätzung fürs Material, die Liebe zum Detail und die Leidenschaft für handwerkliche Expertise. Es sind Wandbeläge, die dem Raum eine Seele geben“, schwärmt Marburg-Chef Ullrich Eitel. Für die exklusive Tapetenkollektion zeichnet maßgeblich Art Director Felix Diener verantwortlich. Er hat die einzelnen Designs zusammen mit der auf Dekorationsmalerei spezialisierten Hamburger Kunstwerkstatt „Horus“ in rund achtmonatiger Arbeit entwickelt.

Außer dem Trägermaterial und der Tatsache, dass die Wandbeläge auf der Rolle geliefert werden, erinnert bei der exklusiven Kollektion nur noch wenig an eine herkömmliche Tapete. „Das Trägermaterial ist immer ein Vlies – mit all seinen Vorteilen. Als Auftrag sind von echtem Metall bis hin zu Blüten Materialien im Einsatz, die man auf den ersten Blick niemals mit Tapeten in Verbindung bringen würde, die auf den zweiten Blick aber für die eingangs angesprochene Individualität und Exklusivität stehen. Bei der Auswahl haben wir versucht, auf die aktuellen Farbtrends einzugehen: Messing und Kupfer finden sich genauso wie intensives Blau, angelehnt an die Pantone-Farbe des Jahres“, erklärt Ullrich Eitel.

Edel schimmerndes Metall für die exklusive Tapetenkollektion

So unterschiedlich die Materialien sind, so sehr variieren auch die Anmutungen, die durch die Tapeten erzeugt werden. Den Trend zu metallischen Oberflächen spiegelt der größte Teil der Kollektion wider. Metallisch-schimmernde, asymmetrische Flächen in changierenden Blau-, Rosé- und Violetttönen, über die sich im Drop-Painting aufgebrachte Farbsprenkel ziehen, vermitteln neben Luxus vor allem Dynamik. Durch die schräg zueinander verlaufenden Flächen scheint die Wandfläche in Bewegung zu sein. Deutlich ruhiger, deshalb aber nicht weniger edel verhüllt ein Mosaik aus Schlagmetallblättern die Wand. In den unregelmäßigen Fugen zwischen den Metallblättchen, die wahlweise silber-, gold- oder kupferfarben erhältlich sind, blitzt der farbige Hintergrund in Schwarz, Rot oder Grün hindurch. Diese gewollte Unvollkommenheit verleiht auch einem gecrushten Wandbelag seine besondere Note: Die handwerklich gesetzten Falten funkeln heller bzw. dunkler hervor, wollen gesehen werden und nicht im Verborgenen sein. Als hätte man flüssiges Metall über bronze-, kupferfarben oder silbern schimmernde Untergründe laufen lassen, wirken die pastösen Linien in glitzerndem Schwarz, Blau oder Rosé einer anderen Serie, die die Kollektion beinhaltet.

Dass Metall mit deutlich matterer Oberfläche nicht weniger fasziniert, demonstriert eine Serie, bei der die Eisenpartikel bis zur gewünschten Rostoptik oxidiert wurden. Diese Verbindung aus Exklusivität und Industrie-Style ist wahlweise mit Crush-Falten, einer fast textil wirkenden, gleichmäßigen Oberflächenstruktur, einem dreidimensionalen Blockstreifen oder einer an Elefantenhaut erinnernden, natürlichen Narbung lieferbar.

Exklusive Tapetenkollektion mit starken Farben und natürlichen Looks

Durch ihre extreme Leuchtkraft bestechen zwei Dessins, die scheinen, als seien Farbstreifen senkrecht abgerakelt und dabei ineinander verzogen worden. Bei der einen Variante ziehen kräftige Lila-Gelb-Kontraste die Blicke auf sich, bei einer anderen werden kräftige Blau-Töne durch ein strahlendes, akzentuiert eingesetztes Weiß zum Leuchten gebracht. Diese Farbkombination nutzt auch ein Dessin, bei dem kleine Punkte auf einer Farbfläche rasterförmig angeordnet sind.

Doch auch derjenige, der es nicht so knallig, sondern lieber natürlich mag, muss auf Exklusivität nicht verzichten. Die Kollektion bietet neben den „Glanzlichtern“ auch handgefertigte Bahnen, mit denen echte Pflanzenteile an die Wand gebracht werden können. Eine Serie von Horus II bietet Halm für Halm Natur – ob als Blüten, Knospen und Moos wie auf einer Blumenwiese frei verteilt, als Blätter oder in Form von Bambusspänen oder zart duftendem Heu – mal im Fischgrätmuster angeordnet, mal scheinbar willkürlich verteilt.

Wenig spektakulär: die Verarbeitung

Obwohl die Tapeten alles andere als gewöhnlich sind, ist ihre Verarbeitung wenig spektakulär, was maßgeblich dem verarbeitungsfreundlichen Trägermaterial Vlies geschuldet ist: Dank des Vliesrückens können sämtliche Tapeten der Horus-II-Kollektion in Wandklebetechnik verarbeitet werden. Um die edlen Materialien an der Oberfläche nicht zu beschädigen, sei bei der Verarbeitung äußerste Sorgfalt angebracht, rät Ullrich Eitel: „Eventuelle (Kleber-)Flecke sollten sofort entfernt werden.“ Als Klebemittel empfiehlt der Hersteller Dispersions- oder Neuputzkleister.

Nicht ganz alltäglich sind die Tapetenformate, die je nach Artikel unterschiedlich sind. Die Länge der Tapetenbahnen ist bei allen Dessins auf 3 Meter festgelegt, die Breite der einzelnen Artikel variiert von 0,70 bis 3,18 Metern. Diese enorme Breite ermöglicht die Tapezierung einer gesamten Akzentwand ohne störenden Stoß.

Nicht billig, aber preiswert

Die Tatsache, dass jede einzelne Rolle der Kollektion aufwendig von Hand in Deutschland produziert wird, rechtfertigt ihren – auf den ersten Blick recht stolzen – Preis. Die Preisspanne bewegt sich zwischen knapp 600 Euro und etwa 3.000 Euro pro Rolle für die breiteste Ausführung, deren Fertigung mehrere Tage in Anspruch nimmt. Dafür bekommt der Kunde handgefertigte Unikate, die an Luxus kaum zu überbieten sind. Und damit bewegen sie sich in einem Marktsegment, in dem z.B. auch dekorative Techniken angesiedelt sind. Auch aufgrund ihres Preises, vor allem jedoch wegen ihres extravaganten Designs werden die Tapeten wohl eher Akzente im Raum setzen. „Die Tapeten können überall dort eingesetzt werden, wo eine Wand zum Schmuckstück, zum Mittelpunkt eines Raumes werden soll. Dafür sind sie gemacht. Die Tapeten der Horus-Kollektion sind im Grunde genommen keine Tapeten, sie sind Kunstwerke, die entsprechend zur Geltung kommen wollen“, erläutert Ullrich Eitel die Einsatzgebiete der Tapeten-Kollektion, fügt aber hinzu: „Nichtsdestotrotz können sie, wenn vom Kunden gewünscht, natürlich auch in den Hintergrund treten, um einer exklusiven Einrichtung den Vortritt zu lassen. In diesem Falle ist es Understatement auf höchstem Niveau.“

Weitere Fotos der Kollektion finden Sie auf www.malerblatt.de


Ullrich Eitel, Geschäftsführer Marburg

Das Besondere an der Kollektion ist, dass jede einzelne Bahn ein Unikat ist, die bei aller Perfektion doch nie exakt so ausfällt wie die nächste.

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