Betrieb & Markt

Bodenspezialist

Wer sich im Malerhandwerk ein neues und attraktives Geschäftsfeld erarbeiten möchte, für den wären Bodenbeschichtungen eine Möglichkeit – zumal neue Produkte auf den Markt gekommen sind.

Kai Sonntag

In jedem nennenswerten Lehrbuch für Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensführung wird als eine Möglichkeit für eine erfolgreiche Geschäftsstrategie genannt, sich eine Marktnische zu suchen oder den Kunden Spezialangebote unterbreiten zu können und sich so von der Konkurrenz abzuheben. Wie erfolgreich diese Strategie auch im Handwerk sein kann, zeigt Dieter Glienke. Neben Dipl.-Ing. Klaus Brunner ist er Geschäftsführer und Mitinhaber der Epo-Pur Bodenbeschichtungen GmbH, einem Unternehmen mit zehn Mitarbeitern, das seinen Sitz in Waldstetten, einem kleinen Ort etwa 40 Kilometer östlich von Stuttgart hat. „Wir haben uns auf Bodenbeschichtungen und Industriefußböden spezialisiert“, beschreibt Dieter Glienke sein Geschäft. Was das bedeutet, zeigt sich im nächsten Satz: „Wir sind Spezialisten für hochwertige Böden in Produktionsgebäuden der Industrie, die speziellen Anforderungen genügen müssen“.
Die beruflichen Ursprünge von Dieter Glienke liegen im Malerhandwerk sowie im unternehmerisch-kaufmännischen Bereich. Seit 1976 ist er selbständig, seitdem befasst er sich professionell mit den Anforderungen und Lösungen für Industriefußböden. „Dafür gibt es kein eigenes Berufsbild, aber im Laufe der Zeit habe ich mich immer mehr auf diesen Bereich spezialisiert und mir dann viel Fachwissen erarbeitet“, erklärt er. Sein Unternehmen macht vor allem Fußböden in Produktionshallen, beispielsweise in der Pharma- und der Elektroindustrie. „Die Böden in diesen Bereichen müssen heute hochsensiblen Anforderungen genügen. Da haben wir es beispielsweise mit Reinräumen zu tun, also absolut staubfreien Bereichen. Da können wir dann nur besondere Materialien für den Bodenaufbau und die Beschichtung verwenden. Jeder kann sich vorstellen, dass etwa durch die Produktion, durch den Transport der Materialien in den Räumen mit Hubstablern keine Abplatzungen entstehen dürfen. Darüber hinaus müssen viele Böden in diesen Bereichen noch weiteren Spezialanforderungen genügen, etwa säurebeständig sein. In der Elektroindustrie müssen die Böden wiederum häufig völlig ableitfähig sein. Durch elektrostatische Auf- und Entladung (Electrostatic Discharge, ESD) könnten sonst Magnetfelder entstehen, die die empfindliche Elektronik von Speicherchips oder anderen Bauteilen stören können.“ Dementsprechend hat er sich seit vielen Jahren mit den Materialien und ihren „Interna“ intensiv beschäftigt.
Serviceleistung
Pro Jahr erstellt Dieter Glienke mit seinem Team rund 25.000 bis 30.000 Quaratmeter an Böden. Tätig ist er nur in Deutschland. „Wir haben häufig Anfragen aus dem Ausland, aber ich kann das nicht annehmen, weil wir unsere Leistung nur dann in der Qualität anbieten können, wenn wir mit unserer Mannschaft vor Ort sind. Und ich brauche meine Leute einfach hier.“ Das wird schnell einleuchtend, wenn er berichtet, wie komplex die Ausführung der Tätigkeiten ist. „Zu 90 Prozent sind wir mit der Sanierung von alten Böden beschäftigt, die den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen. Da sind umfangreiche Vorarbeiten erforderlich, weil erst der Untergrund und der bestehende Bodenaufbau analysiert werden muss. Dann sprechen wir eine Empfehlung aus, wie der neue Boden beschaffen sein sollte und wie wir ihn gestalten würden. Da es sich kein Hersteller leisten kann, die Produktion ruhen zu lassen, wird die Arbeit in Abschnitten durchgeführt, für die wir ganz klare Zeitvorgaben bekommen. Wenn wir die nicht einhalten, sind wir weg vom Fenster!“ Das heißt dann auch, nachts oder am Wochenende zu arbeiten. „Die Auftraggeber verlangen von uns darüber hinaus umfangreiche Gewährleistungen. Wir müssen daher auf größte Sorgfalt und höchste Qualität achten. Man kann sich leicht vorstellen, was das für uns bedeuten würde, wenn sich herausstellen würde, dass die Handys eines Herstellers nicht funktionieren, weil die Bauteile durch ein Magnetfeld des Bodens gestört wurden. Allerdings hatten wir noch nie ein Gewährleistungsproblem.“
Klar ist, dass Epo-Pur seine Anforderungen gegenüber den Kunden nur dann erfüllen kann, wenn das Unternehmen erstklassige Materialien verwendet. Das gilt neben dem Bodenaufbau auch für die Bodenbeschichtung. „Wir arbeiten hier seit Jahren mit Caparol zusammen“, sagt Dieter Glienke. „Eine der Anforderungen an unsere Böden hat dabei in der letzten Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Wir müssen immer mehr darauf achten, dass die Böden, wie wir verlegen, emissionsarm sind.“ Axel Kröning ist Produktmanager für die Bautenschutzprodukte bei Caparol. „Die Europäische Union schreibt bereits heute vor, dass Bauprodukte hinsichtlich ihrer Emissionen zu überprüfen sind. Wir haben nun als erster Hersteller eine Generation von Bodenbeschichtungen entwickelt, die als emissionsminimiert vom TÜV gemäß den strengen Richtlinien des Ausschusses zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten (AgBB) zertifiziert sind. Gleichzeitig sind die Bodenbeschichtungen hinsichtlich Beanspruchung, Verschleiß, Abrieb oder Feuchtigkeit entsprechend geeignet.“ Unter anderem wurden die Bodenbeschichtungen Disbon 404 Acryl-BodenSiegel und Disbopox 442 GaragenSiegel für die Anwendung in Privaträumen sowie Disboxid 421 E.MI Coat für mittlere bis hin zu stark strapazierten Flächen in öffentlichen Gebäuden dabei einem aufwändigen Prüfverfahren unterzogen. Dabei wird die Luft innerhalb eines Zeitraums von 28 Tagen mehrfach nach Aufbringen der Bodenbeschichtung auf emittierte gesundheitsgefährdende Stoffe überprüft. Nur wenn in keinem Fall die zulässigen Grenzwerte überschritten werden, darf das Siegel vergeben werden.
Breite Anwendbarkeit
Besonderen Wert legt Axel Kröning auf die gute Einsetzbarkeit der neuen Materialien, weil die Bodenbeschichtungen für alle gängigen Untergründe sowie alle üblichen Anwendungsfälle geeignet sind. So können die Bodenbeschichtungen in zahlreichen Farben abgetönt sowie mit Chipseinstreuung und anschließender Deckversiegelung noch attraktiver gestaltet werden. Die Malerbetriebe haben hier die Möglichkeit, ihren Kunden ein Produkt anzubieten, dass hinsichtlich des Einsatzes sehr flexibel ist, gleichzeitig aber einen besonderen Schwerpunkt auf Gesundheitsschutz legt. Wichtig ist für die Maler dabei, dass sie durch das Zertifikat gegenüber den Kunden sowohl eine Beratungs- wie auch die Anwendersicherheit haben. Denn nur dann haben die Betriebe die Möglichkeit, sich von der Konkurrenz erfolgreich abzuheben. Dieter Glienke ist dies gelungen. Auf die Frage nach der Konkurrenz antwortet er: „Angesichts unseres Leistungsspektrums gibt es eigentlich nur wenige qualifizierte Mitbewerber.“

kompakt
Die neue Broschüre über emissionsminimierte Bodenbeschichtungen ist unter dem Stichwort „PrimaKlima“ kostenlos erhältlich bei
Caparol Farben Lacke Bautenschutz
Werbemittelservice
Roßdörfer Straße 50
64372 Ober-Ramstadt
Fax 06154-71544

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