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Nachhaltigkeit im Fokus

Mit dem Beitritt zum Global Compact der Vereinten Nationen verpflichtete sich die Firmengruppe DAW, zu der auch Caparol gehört, einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt zu leisten. Das umfasst die Bereiche Forschung und Entwicklung, den Einkauf, den betrieblichen Umweltschutz, die Ressourcenverbräuche, die Arbeitssicherung und die Personalpolitik.

Petra Neumann-Prystaj

Früher konnte man einen Neuanstrich wegen seines typischen, durchdringenden Geruchs schon wittern, bevor das Objekt in Sichtweite war. Handwerker und Hausbewohner atmeten die damals noch in den Farben enthaltenen verflüchtigten Lösemittel und Weichmacher notgedrungen ein. Heute wird bei Farben und Lacken vorausgesetzt, dass sie außer hoher Deckkraft, bestmöglichen Verarbeitungs- und Kosteneigenschaften auch unbedenkliche Inhaltsstoffe haben. Den Fortschritt auf diesem Gebiet kann man mit der Nase überprüfen: Wer sein Riechorgan über einen Eimer Farbe hält, erschnuppert höchstens einen schwachen Hauch des Bindemittels. Die Handwerker können aufatmen.
Farben und Lacke haben heutzutage nicht nur die Funktion einer schmückenden, schützenden zweiten Gebäudehaut: Sie müssen Alleskönner sein. Farben sollen zur Schonung von Ressourcen beitragen, Schmutz abweisen und die Raumluft verbessern. Diese hohen Anforderungen erfüllen z.B. die innovativen Produkte der Ober-Ramstädter Firmengruppe DAW (Deutsche Amphibolin-Werke von Robert Murjahn). Die Zeichen der Zeit hat der größte private Hersteller von Baufarben und Lacken, Wärmedämm-Verbundsystemen und Bautenschutzprodukten in Europa früh erkannt und 2010 sogar eine Stelle für eine Nachhaltigkeits-Beauftragte geschaffen. Vor fünf Jahren übernahm die Diplom-Biologin Bettina Klump-Bickert die Aufgabe, eine passgenaue Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln und systematisch interne Strukturen und Prozesse im Unternehmen zu verankern. Unter Nachhaltigkeit versteht man die Vereinbarkeit von Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und sozialem Engagement.
„Der Schutz des Klimas hat sich in den letzten Jahren zu einem Top-Thema in der Bau- und Immobilienbranche entwickelt“, sagt Bettina Klump-Bickert. „Dies ist auch nicht verwunderlich, denn Gebäude sind für mehr als 40 Prozent des globalen Energieverbrauchs verantwortlich. Das sind über ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen.“ Die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten sei gestiegen, was sie auf das Bedürfnis nach einem sauberen und gesunden Wohn- und Arbeitsumfeld, aber auch auf die Einführung von Gebäudezertifizierungen („Green Buildings“) zurückführt. Bei Ausschreibungen werde der Aspekt der Nachhaltigkeit in den nächsten Jahren eine noch größere Rolle spielen.
Innovative Farben
Bei der Entwicklung neuer Farben und Lacke im Innen- und Außenbereich – vor allem für die Profi-Marke Caparol – stellt die DAW von jeher hohe Qualitätsansprüche an Wohngesundheit, Umweltschutz und Energieeffizienz. Als weltweit erstes Unternehmen hat Caparol 1985 mit „Indeko-Plus“ die erste emissionsminimierte und lösemittelfreie (E.L.F.) Innenfarbe auf den Markt gebracht, der weitere E.L.F-Produkte mit einer breiten Palette an Einsatzmöglichkeiten folgten. Sie wurden unter anderem mit dem Blauen Engel des Umweltbundesamtes ausgezeichnet.
„Die Gebäude stehen heutzutage dank neuer Bauweise und Energieeinsparverordnung immer dichter nebeneinander, umso mehr sollte auf ein gesundes Raumklima und auf gesundheitlich unbedenkliche Farben geachtet werden“, fordert der Leiter des Caparol-Produktmanagements, Wolfgang Hoffmann.
Nach den E.L.F.-Produkten folgte bei der DAW als nächster Entwicklungsschritt der völlige Verzicht auf Konservierungsmittel bei den wasserlöslichen Innenwandfarben (Dispersionsfarben). Konservierungsmittel verhindern den Befall mit Schimmelpilzen und Bakterien und gewährleisten eine gewisse Haltbarkeit auch bei höheren Temperaturen. Dieses Ziel wird nun mit unschädlicheren Mitteln erreicht. Dank moderner Bindemitteltechnologie kommt das seit 2014 marktreife Capa-FiXX ganz ohne Konservierungsstoffe aus, hat also auch kein Allergiepotenzial. Darüber hinaus wurde mit CapaSan eine Innenwandfarbe entwickelt, die sogar in der Lage ist, Schadstoffe aus der Raumluft zu neutralisieren. Dies wird durch Photokatalyse erreicht. Für Allergiker geeignet ist auch die dank mineralischer Rezeptierung konservierungsmittelfreie Sylitol-Bio-Innenfarbe, die bevorzugt in sensiblen Bereichen wie Schlafzimmern und Kinderzimmern verwendet wird.
Die Innenfarben PremiumClean und PremiumColor verlängern dank ihrer langen Haltbarkeit die Renovierungszyklen, was sich positiv auf die Ökobilanz auswirkt und die Betriebskosten verringert. Diese Wandbeschichtungen zeichnen sich durch gute Reinigungs- und Strapazierfähigkeit aus. Sie sind daher besonders für Räume mit viel Publikumsverkehr, etwa Klassenzimmer, Arztpraxen, Hotelzimmer, aber auch Küchen geeignet. Mit einem feuchten Lappen lassen sich Verschmutzungen wie etwa ein Ketchup-Spritzer mühelos entfernen.
Lärm vermeiden
Wenn es um die Verbesserung der Wohnqualität in Innenräumen geht, sollte auch die Raumakustik berücksichtigt werden – vor allem in Kindergärten, Schulräumen oder Restaurants. Die Schallwellen werden von glatten Wandflächen, Böden und Decken reflektiert und dabei steigert sich der Lärm ins Unerträgliche. Das muss nicht sein. Nachträglich montierte Deckensegel (CapaCoustic Melapor-Paneels) tragen zur deutlichen Dämpfung der Raumgeräusche bei. Sie werden in unterschiedlichen Größen und Formen hergestellt und bestehen aus einem speziellen Hightech-Hartschaum, der in der Lage ist, den Schall zu „schlucken“. Um einen spürbaren Effekt zu erzielen und der Größe und Besonderheit des Raumes Rechnung zu tragen, sind vor ihrer Montage allerdings akustische Berechnungen durch Fachleute erforderlich.
Neuheiten an der Fassade
Auch bei den Fassadenfarben gibt es Fortschritte, die vor ein paar Jahren noch nicht denkbar gewesen wären. Dank der Nano-Quarz-Gittertechnologie (NQG) kann die Verschmutzung einer Fassade reduziert, können die Renovierungs- und Instandsetzungszyklen verlängert werden. Bindemittel und Farbpigmente sind nämlich in einer mikroskopischen Gitterstruktur fest miteinander verbunden. Die Oberfläche wird so hart und stabil, dass sich die meisten Schmutzpartikel darauf nicht festsetzen können. Die wenigen verbliebenen werden beim nächsten Regen abgespült. Die NQG-Produkte aus der Caparol Clean-Concept-Serie sind darüber hinaus resistent gegen Algen- und Pilzbefall.
Um die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern, hat die DAW-Gruppe die schwarz-weiße Dalmatiner Fassadendämmplatte mit hoher Dämmleistung entwickelt. Mit dem Einsatz hochwertiger Wärmedämm-Verbundsysteme lässt sich der Ölverbrauch von 20 Liter auf bis zu drei Liter je Quadratmeter Fassadenfläche und Jahr reduzieren.
Mit mehreren Preisen, unter anderem dem Österreichischen Klimaschutzpreis und dem STEP Award, wurde die aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnene Hanfdämmung prämiert. Bemerkenswert sind bei der Hanfdämmung die ausgezeichneten Dämmeigenschaften des Materials und seine beeindruckende Ökobilanz: Hanf speichert mehr Kohlendioxid, als bei Anbau, Ernte, Verarbeitung und Transport in die Atmosphäre gelangt. Mit diesem Produkt leistet die DAW-Gruppe einen erheblichen Beitrag zu dem von der Bundesregierung angestrebten Ziel einer deutlichen Verringerung von Treibhausgas-Emissionen.

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Weitere Informationen zur DAW-Firmengruppe und zu den Produkten erhalten Sie unter
daw.decaparol.de

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