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Optimale Handwerkzeuge

Es macht ca. 10 % des Einkaufsvolumens aus, entscheidet oft ob der Auftrag mit Gewinn oder Verlust abgeschlossen wird.

Ein optimal ausgewähltes und genutztes Werkzeug kann den Zeitaufwand durch die Möglichkeit schneller und effektiver zu Arbeiten und durch das Vermeiden von Nacharbeiten erheblich verringern. Für möglichst effiziente Ergebnisse ist neben den Bereichen Lackund Farbauftrag die richtige Untergrundvorbereitung (Spachtel- und Verputzarbeiten) als Grundlage entscheidend.

Spachtel- und Verputzarbeiten

Die Auswahl des richtigen Werkzeuges richtet sich bei Spachtel- und Verputzarbeiten nach dem verwendeten Material. Gerade beim Einsatz von feinen und mittleren Spachtelmassen ist es wichtig, dass die Oberfläche die Qualitätsstufe Q3 oder Q4 erreicht. Hierfür wird ein möglichst flexibles Spachtelwerkzeug benötigt, um ansatzfreie Oberflächen in nur wenigen Arbeitsgängen zu erreichen. Anstatt Standard-Spachtelkellen mit einer Stärke von ca. 0,7 Millimetern einzusetzen ist für diese Anwendungen eine deutlich geringere Blattstärke zu empfehlen um Nacharbeiten durch Schläge zu vermeiden. Spachtel und Kellen aus Edelstahl mit einer Stärke von ca. 0,3 Millimeter erreichen bereits im ersten Arbeitsgang ein weitaus besseres Oberflächenfinish als unflexiblere Glättekellen.

Gröbere Spachtelmassen und Putze wiederum benötigen in jedem Fall ein stabileres Blatt mit einer Stärke ab 0,7 Millimeter. Dünnere Spachtelblätter halten in den meisten Fällen den Belastungen beim Auftrag nur unzureichend stand und es muss deutlich mehr Kraft und Zeit aufgebracht werden um Spachtelmassen und Putze zu verteilen. Der Werkzeugverschleiß ist bei zu dünn gewähltem Blatt deutlich höher.


Beschichtungsarbeiten

Für Beschichtungsarbeiten ist die Beschaffenheit und Art des Untergrundes entscheidend für die Wahl der richtigen Farbwalze. Dabei bietet sich eine Einteilung in vier Untergrundtypen von rau bis sehr glatt an. Für raue Oberflächen eignen sich gepolsterte Farbwalzen, da diese durch ihren weichen Innenkern besonders gut die Farbe in Oberflächenvertiefungen transportieren können. Aufwendiges Nachstreichen kann so vermieden werden.

In der Praxis haben sich zwei Plüschtypen für Farbwalzen durchgesetzt. Polyamid-Plüsche haben einen sehr großen Anwendungsbereich und sind vor allem in Ausführungen mit Endlosfaden sehr flusenarm. Micro- faser-Walzen hingegen überzeugen durch eine sehr gute Farbaufnahme und eine gut zu steuernde Farbabgabe. Sie eignen sich vor allem für die Beschichtung „glatter“ bis „sehr glatter“ Untergründe, da sie, ohne starkes Spritzen, ein sehr glattes und homogenes Oberflächenfinish ermöglichen. Generell sind bei glatten Untergründen kurzflorige Walzen zu empfehlen, wohingegen bei raueren Untergründen längere Florhöhen und teilweise Polsterungen für eine effiziente Beschichtung benötigt werden.


Lackftrag

Ähnlich wie bei „Spachtel- und Verputzarbeiten“ ist auch beim Lackftrag das verwendete Material grundlegend für die Auswahl des Werkzeugs. Bei Lacke wird primär zwischen lösemittel- und wasserbasierten Lacke unterschieden. Für Wasserlackeeignen sich am besten Pinsel mit hochwertigen Kunstborsten oder Kunstborsten-Mischungen. Diese sind speziell auf die Verarbeitung von Wasserlacke abgestimmt. Kunstborsten haben eine deutlich verlängerte Lebensdauer im Gegensatz zu Naturborsten, die in Wasserlacke aufquellen können. Die Borsten bei Pinseln für Wasserlackesind länger im Vergleich zu klassischen Lösemittellacke, da im ersten Arbeitsgang eine höhere Schichtdicke aufgetragen werden muss. Bei den Lösemittellacke sind hochwertige Kunstborsten-/ Kunstborsten-Mix-Pinsel immer stärker im Kommen. Durch die Optimierung der Kunstborsten auf das zu verarbeitende Material ist in vielen Fällen in einer kürzeren Zeit ein besseres Oberflächenergebnis als mit Naturborsten zu erzielen.

Für den Lackftrag mit Farbwalzen eignen sich je nach Lackt besonders Textilwalzen mit Filt- oder Veloursbezug. Bei Einsatz von Filtwalzen wird durch das Verschlichten mit Schaum- bzw. Flockwalzen oder einem Verschlicht-Pinsel ein perfektes Oberflächenfinish erzielt.


 

 

 


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Grafiken: Storch
Quelle: Malerblatt 07/2012

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