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Capatect Innendämmung

Das neues Innendämm-System von Caparol sorgt für behaglicheres Wohnen und Energieeinsparung.

Ein wohltemperiertes Zuhause, in dem man sich geborgen fühlt, steht auf der Wunschliste modernisierungswilliger Wohneigentümer obenan. Doch längst nicht alle Immobilien eignen sich für eine Fassadendämmung, mit der eine Steigerung der Wohnbehaglichkeit bei gleichzeitiger Verbesserung der Energiebilanz am einfachsten zu erzielen ist. Deshalb macht es für das  Maler- und Stuckateurhandwerk Sinn, Wohnungen und Häuser zum Schutz vor winterlicher Kälte und Transmissionswärmeverlusten gegebenenfalls raumseitig zu dämmen. Dafür haben die Wärmedämmspezialisten von Capatect ein völlig neues Innendämm-System entwickelt, das selbst gestandene Praktiker in so mancher Hinsicht überrascht – auf der Messe FARBE – Ausbau & Fassade wurde es erstmals vorgestellt.

„Lange waren Architekten und Bauhandwerker skeptisch, ob das raumseitige Dämmen in der Praxis  funktioniert. Doch das Meinungsbild wandelt sich in jüngster Zeit umso schneller, je mehr Menschen in die dicht bebauten Städte ziehen. Dort ist der Dämmbedarf besonders groß, Arbeiten an den Außenwänden sind aber längst nicht immer möglich“, berichtet Oliver Berg, Leiter des Fachbereichs Fassaden-Dämmtechnik bei Caparol. Das Marktvolumen ist für Maler- und Stuckateurbetriebe allerdings von großem wirtschaftlichem Interesse.


Wenn von draußen nichts zu machen ist

Bei verdichteter Bebauung kommen oft nur wenige Immobilien für eine Fassadendämmung in Betracht. Bei älteren Fachwerkhäusern beispielsweise ist das oft der Fall, ebenso bei Gebäuden unter Denkmalschutz. Um sie dennoch energetisch zu optimieren, kommt es darauf an, den Wandbildner von der Raumseite her anzugehen. Frieren sollen und wollen die Bewohner schließlich nicht. Auch Grenzbebauungssituationen, einzuhaltende Fluchten oder Interessenkollisionen mit der Nachbarschaft können einer klassischen Fassadendämmung entgegenstehen. Nicht selten fehlt ein hinreichender Dachüberstand, um eine Fassadendämmung ohne unverhältnismäßig aufwändige Änderung vorhandener Bauteile bzw. baulicher Details vornehmen zu können.

Gesetze der Bauphysik beachten

„Jedes Haus ist anders, jeder Raum hat seine Eigenheiten. Jede Innendämmung beeinflusst die bauphysikalischen Eigenschaften des Bauteils. Eine gründliche Analyse des einzelnen Objektes ist daher das A und O einer funktionstüchtigen Innendämmung. Das gilt insbesondere, wenn das Wandsystem unter feuchtetechnischen Gesichtspunkten dauerhaft funktional sein soll, um ein wohnbehagliches Raumklima konstant zu erhalten“, betont Jörn Gehrig, Technischer Produktbetreuer bei Caparol in Ober-Ramstadt.

Die Applikation eines dauerhaft funktionsfähigen Systems gelingt, wenn einige Besonderheiten beachtet werden, die Innenraum- von klassischen Fassadendämmmaßnahmen grundlegend unterscheiden. Dazu zählen vor allem die bauphysikalischen Auswirkungen der „umgekehrten“ Anordnung (Wand außen, Dämmung innen) auf die energetisch sanierungsbedürftige Konstruktion. Beispielsweise ist nach einer Innendämmung der Wandbildner weiterhin der Witterung ausgesetzt und hat durch hygrothermische Wechselbelastungen an der Fassade (Hitze, Kälte, Wind, Regen, Schnee) erhebliche temperaturabhängige Längenänderungen zu verkraften. Deshalb ist es auch beim raumseitigen Dämmen wichtig, dass die Außenwände fassadenseitig über einen intakten Schlagregenschutz verfügen, was sich idealerweise durch einen Fassadenanstrich oder ggfs. durch weiterführende Maßnahmen erzielen lässt. „Durch die sogenannte Umkehrdiffusion gerade im Sommer – der scheinbar für eine Trocknung der Außenwand prädestinierten Jahreszeit – wird genau das Gegenteil erreicht. Es wird zusätzlich zu der raumseitig anfallenden Feuchtigkeit noch eine entsprechende Belastung von außen (durch hohe Luftfeuchten und Bewitterung) in das Dämmsystem eingebracht, da sich das Dampfdruckgefälle nun von außen nach innen ausbildet“, erläutert Gehrig.

Wenn von außen nichts zu machen ist, bietet sich zur energetischen Sanierung im Bestand eine Innendämmung an.


Ein System, zwei Varianten

Bei Caparol kommen zur Innendämmung ausschließlich offene bzw. kapillaraktive Systeme zum Einsatz, die ein optimales Raumklima ermöglich. Das innovative System Innendämm-System „Aktiv“ basiert auf der von Caparol neu entwickelten kapillaraktiven Innendämmplatte „Aktiv“ samt der darauf abgestimmten Klebe- und Armierungsmasse sowie Putzen. Alternativ steht auch die bewährte Innendämmplatte „Mineral“  auf Basis von Mineralschaum (Calciumsilikat) zur Verfügung. Die Dämmplatten auf mineralischer Basis bestehen aus Kalk, Sand, Zellstoff und Wasser. Sie sind von Natur aus diffusionsoffen, kapillaraktiv und wärmedämmend. Außerdem können sie nicht entzündet werden – was im Gespräch mit Kunden ein nicht zu unterschätzender Sicherheitsvorteil ist. Beide Werkstoffe sind in der Lage, Feuchtigkeit aus der umgebenden Raumluft aufzunehmen, zu puffern bzw. an die Funktionsschicht so zu verteilen, dass sie zeitverzögert entweder nach außen oder an die Raumluft abgegeben wird.

Systemaufbau einer Innendämmung mit der Capatect-Innendämmplatte „Aktiv“


Neu: Innovative Innendämmplatte „Aktiv“

Im Zentrum des neuen Innendämm-Systems steht die zum Patent angemeldete Dämmplatte Innendämm-System „Aktiv“. Sie zeichnet sich durch eine sehr hohe Dämmleistung aus, die auf überragender Sorptionsfähigkeit und exzellenter Kapillarleitfähigkeit beruht. Das Funktionsprinzip erläutert Oliver Berg wie folgt: „Das kapillaraktive und diffusionsoffene System erlaubt dabei durch seine hoch kapillarleitfähigen Funktionsschichten den Transport von eventuell anfallender hoher Luft-Feuchtigkeit und dadurch bedingt entstehender Flüssigkeit. Diese wird aufgenommen und kapillar innerhalb der Platte umverteilt. Die so zwischengespeicherte Feuchtigkeit kann durch die sowohl an der Vorder- als auch an der Rückseite der Dämmung befindlichen Funktionsschichten aufgenommen und großflächig verteilt werden. Dadurch wird das Feuchteniveau in der Wand dauerhaft auf ein unkritisches Maß reduziert. Zudem bleibt die Wand diffusionsoffen, so dass sie Feuchtespitzen aus der Raumluft puffern kann.“ Ergebnis der Innendämmmaßnahme: Die relative Luftfeuchtigkeit im Innenraum wird auf natürliche Weise reguliert. Zugleich fühlt man sich im Raum behaglicher, denn die gedämmten Innenwände erscheinen an der Oberfläche spürbar wärmer als im vormals ungedämmten Zustand.

Die kapillaraktive und diffusionsoffene Innendämmplatte erlaubt dabei durch seine hoch kapillarleitfähige Funktionsschicht den Transport und die Verteilung von anfallender Flüssigkeit innerhalb der Dämmplatte. Die anfallende Feuchtigkeit wird umverteilt und kapillar an die rauminnere Oberfläche der Außenwand zurücktransportiert. Dadurch wird das Feuchteniveau in der Wand dauerhaft auf ein unkritisches Maß reduziert.


Rationelle Verarbeitung

Die Applikation der neuen Innendämmplatte „Aktiv“ geht mit Leichtigkeit von der Hand:

  1. Dämmplatte mit EPS-Säge zuschneiden
  2. Klebebett aufzahnen
  3. vollflächig verkleben
  4. Anschlüsse fachgerecht herstellen
  5. Eckwinkel setzen
  6. Thermowinkel einbauen
  7. Armierungsschicht parallel zur Wand anlegen und in Leichtmörtel einbetten
  8. Oberflächen nach Kundenwunsch gestalten.

„Wichtig ist, das Finish mit auf die jeweilige Dämmplatte abgestimmten Materialien – also im System – exakt nach Herstellerangaben auszuführen“, erläutert Caparol-Produktmanager  Dieter Stauder: „Dazu gehören Kleber, Grundierung, Armierungsschicht und der Innenputz.“ Bei der raumseitigen Montage von Dämmplatten ist unbedingt darauf zu achten, dass hinter der Dämmebene keine Hohlräume verbleiben, in denen sich Kondensat ansammeln könnte: Die Dämmung muss also in jedem Fall vollflächig und hohlraumfrei erfolgen um einen Weitertransport der Feuchtigkeit zu gewährleisten.

Die Montage der Dämmplatten an der Wand muss vollflächig hohlraumfrei erfolgen.


Mit Sicherheit von Vorteil: Capatect Innendämm-Systeme

  • Überzeugende Dämmleistung bei geringem Wohnflächenverbrauch: Eine Innendämmung senkt die Heizkosten auf Dauer: Im Schnitt werden bereits bei 60 mm Dämmstärke bis zu 45 Prozent des vorherigen Heizwärmebedarfs eingespart. Das reduziert die Wohnnebenkosten und schafft für Haus- und Wohnungseigentümer wie für Mieter gleichermaßen eine willkommene Entlastung des Haushaltsbudgets.
  • Die Raumwärme bleibt länger erhalten: Weniger Brennstoffe werden verbraucht, um komfortable Wohlfühltemperaturen in Haus und Wohnung zu erzielen: Wärmeleitfähigkeit ab 0,035 W/(mK) ist beim neuen Innendämm-System gegeben.
  • Wohngesundheit wird  großgeschrieben: Diffusionsfähige und kapillaraktive Innendämmstoffe minimieren die Feuchte- und Schimmelwahrscheinlichkeit erheblich.
  • Fachmännischer Substanzerhalt: Fachgerechte Montage des Innendämm-Systems sorgt dafür, dass sich auch in Ecken, an der Zimmerdecke sowie hinter Bodenleisten weder Feuchte niederschlägt noch Schimmelnester bilden. Wichtig: Eine Einzelanalyse des zu dämmenden Objekts durch einen Fachmann ist stets der erste Schritt, um zu einem durch und durch gesunden Raumklima zu gelangen.
  • Mehr Sicherheit geht nicht: Capatect Innendämm-Systeme sind auch mit nichtbrennbarer Mineraldämmplatte zu haben (eingestuft in Brandklasse A1 nach DIN EN 13501-1).
  • Hand auf die Wand: An gut gedämmten, dadurch angenehm temperierten Innenwänden hat sicher niemand etwas auszusetzen. Das Plus an Behaglichkeit macht sich durch ein ausgeglichenes, wärmeres Raumklima bemerkbar, in dem man weder fröstelt noch unangenehm kalten Luftzug verspürt.
  • Immer der Reihe nach: Das Dämmen der Innenwände lässt sich schrittweise erledigen – Zimmer für Zimmer. Innendämmmaßnahmen kann der Handwerksbetrieb dadurch auch mal „zwischenschieben“, was ein willkommenes Plus an Flexibilität bedeutet.
  • Nicht immer, aber immer wieder gern: Für Räume, die eher sporadisch genutzt werden und dann rascher Aufheizung bedürfen (z.B. Vereinsheime, Hobbyräume, Hausbars, Besprechungszimmer) sind raumseitig gedämmte Außenwände von Vorteil, da sie unmittelbarer als bei einer klassischen Fassadendämmung für ein bleibendes Behaglichkeitsgefühl sorgen.
Quelle: Caparol Farben Lacke Bautenschutz

Capatect Innendämmung
Systemaufbau einer Innendämmung mit der Capatect-Innendämmplatte „Aktiv“

Capatect Innendämmung
Die kapillaraktive und diffusionsoffene Innendämmplatte erlaubt dabei durch seine hoch kapillarleitfähige Funktionsschicht den Transport und die Verteilung von anfallender Flüssigkeit innerhalb der Dämmplatte. Die anfallende Feuchtigkeit wird umverteilt und kapillar an die rauminnere Oberfläche der Außenwand zurücktransportiert. Dadurch wird das Feuchteniveau in der Wand dauerhaft auf ein unkritisches Maß reduziert.

Capatect Innendämmung
Wenn von außen nichts zu machen ist, bietet sich zur energetischen Sanierung im Bestand eine Innendämmung an.

Capatect Innendämmung
Gerade bei denkmalgeschützten Gebäuden bietet sich oftmals eine Innendämmung an, um energetisch sinnvolle Resultate zu erzielen.

Capatect Innendämmung
Calciumsilikat-Dämmplatten wie die Capatect Innendämmplatte „Mineral“ können bis zu 90 Prozent ihres Eigengewichts an Raumluftfeuchte absorbieren.

Capatect Innendämmung
Die Dämmplatten können mit einer EPS-Säge leicht zugeschnitten werden. Mit der neu entwickelten Innendämmplatte „Aktiv“ lässt sich in Wohnräumen ein behagliches Raumklima erzeugen, ohne unverhältnismäßige Einbußen an Wohnfläche hinnehmen zu müssen. Schon bei geringem Dickenzuwachs ist mit dem neuen Innendämm-System eine wesentliche Optimierung des Energiebedarfs zu erzielen.

Capatect Innendämmung
Die Montage der Dämmplatten an der Wand muss vollflächig hohlraumfrei erfolgen.

Capatect Innendämmung
Mindestens ein Fünftel der Raumwärme geht in ungedämmten Häusern über die Außenwand verloren. Eine fachgerechte Wärmedämmung – entweder als klassisches Wärmedämm-Verbundsystem von außen, erforderlichenfalls raumseitig als Innendämmung – reduziert die Energieverschwendung. Die fachgerechte Ausführung exakt nach Herstellervorgaben trägt wesentlich zu einer Verbesserung des Raumklimas und zur nachhaltigen Energieeinsparung bei.

Capatect Innendämmung
Der neuartige Thermo-Funktions-Winkel für den Anschluss einbindender Wand- und Deckenbereiche erhöht hier die raumseitige Oberflächentemperatur, verhindert dadurch die Kondensationsneigung und reduziert damit die Schimmelgefahr.

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