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Für extreme Bedingungen

Technik
Für extreme Bedingungen

Immer wieder trifft man auf Objektsituationen, die an eine Lackierung extreme Anforderungen stellen. In diesen Fällen empfiehlt sich der Einsatz zweikomponentiger PUR-Acryllacke.

Kirstin Neumann, Brillux

Eine wetterexponierte Lage, in der hohe Feuchtigkeits- und UV-Strahlenbelastung auf die Anstrichflächen einwirken, oder eine Straße mit hohem Verkehrsaufkommen und damit verbundener Rußpartikelbelastung zählen ebenso zu den kritischen Objektgegebenheiten wie hohe mechanische Belastungen, die z.B. Stahltüren, -toren und auch Zargen in stark frequentierten Bereichen zusetzen; hierbei sind nicht nur Industriebereiche gemeint – auch in Krankenhäusern, Sporthallen und Verwaltungsgebäuden mit Publikumsverkehr wirken höchste Belastungen auf die Beschichtungen ein.
In diesen beispielhaft genannten Fällen sind Beschichtungen gefragt, die extrem widerstandsfähig und beständig sind, und dies möglichst in allen Disziplinen, da häufig ein „Belastungs-Cocktail“ auf die Flächen einwirkt.
Aber nicht nur bei erhöhten, ungewöhnlichen Belastungen ist der Einsatz von hoch widerstandsfähigen Lacken sinnvoll. In schwer zugänglichen Bereichen, in denen möglichst lange Renovierungsintervalle gewünscht werden, sind die üblichen Bautenlacke schnell überfordert.
Auf Grund ihrer guten Lichtbeständigkeit, der widerstandsfähigen Oberfläche und der Beständigkeit gegen Wind und Wetter ebenso wie gegen Öle und Chemikalien überzeugen in diesen Situationen zweikomponentige PUR-Acryllacke.
Welchen Anforderungen eine Beschichtung in der Praxis oftmals standhalten muss, lässt sich am besten anhand von Beispielen verdeutlichen.
Ob Sportbegeisterte oder Freizeitschwimmer: Das Freizeitbad „aquadrom“ in Hockenheim bietet Badenixen und Wassermännern ein großes Freizeitangebot mit Highlights wie Schwimmbecken, Solebecken innen und außen, Superwasserrutsche, Spaßbecken, Badelandschaft sowie Wellenbecken im Freibereich. Hohe Luftfeuchtigkeit, Spritzwasser, die regelmäßige Hochdruckreinigung (zum Teil mit Desinfektionsmitteln) und natürlich die optischen Ansprüche stellen an die Oberflächen von Säulen, Stützen oder Fensterelementen besonders hohe Ansprüche.
Extreme Einflüsse durch Luftfeuchtigkeit und Temperatur
Da Beschichtungen in derart beanspruchten Bereichen der regelmäßigen Prüfung und Wartung bedürfen, ergab sich bei einer dieser Kontrollen die Entscheidung zur Renovierung, welche von April 2003 bis Februar 2004 erfolgte. Neben den Anforderungen an die Oberflächen kam erschwerend hinzu, dass die Arbeiten in den wenigen Stunden auszuführen waren, in denen kein Badebetrieb stattfand; das Bad wurde für die Renovierung nicht geschlossen.
Mit 2K-PUR-Acryllacken, hochglänzend und seidenglänzend, kamen im „aquadrom“ Produkte zum Einsatz, die durch ihre schnelle Trocknung und Durchhärtung ebenso überzeugten wie durch die hervorragende mechanische Beständigkeit und Chemikalienbeständigkeit. Nach dem Farbkonzept des „aquadrom“ abgetönt, präsentieren sich die renovierten Stützen, Säulen, Verstrebungen und Fensterelemente nun in neuem Glanz und neuer Frische, die sie dank der ausgezeichneten Farbton-, Glanz- und Wetterbeständigkeit auch über viele Jahre behalten werden.
Das „aquadrom“ ist jedoch nicht nur hinsichtlich der extremen Bedingungen ein gutes Beispiel zur Veranschaulichung der Eigenschaften von 2K-PUR-Acryllacken, sondern auch, was die Untergründe betrifft. Denn während es sich bei den Säulen und Auflagenflächen der Riesenrutsche im Spaßbecken und bei den Stützen/Säulen an den übrigen Becken um Beton als Untergrund handelte, wurden auch Kunststoffe (im Innenbereich) und – an den Fenstern – Aluminium (Eloxal) beschichtet.
In allen Fällen wurden die Untergründe zuvor sorfältig gereinigt, gemäß den entsprechenden BFS-Merkblättern Nr. 22 und 6 vorbereitet, die Betonflächen instandgesetzt und anschließend mit 2K-Epoxi-Haftgrund grundiert. Für den Außenanstrich der Fenster wurde ebenfalls ein 2K-PUR-Acryllack eingesetzt. Die Altbeschichtung blätterte hier großflächig ab und machte einen Neuanstrich von Grund auf notwendig. Nach erfolgter Reinigung und Vorbereitung wurde der Untergrund wiederum mit 2K-Epoxi-Haftgrund grundiert und mit hochglänzendem 2K-PUR-Acryllack zwischen- und schlussbeschichtet.
Schwierige Klimabedingungen plus kritische Altuntergründe
Unmittelbare Strandnähe, Salzwasser und hohe Luftfeuchtigkeit hatten am Anbau des Sport- und Freizeithotels „Baltic“ auf Usedom ihre sichtbaren Spuren hinterlassen. Wie beim „aquadrom“ wurden die Renovierungsarbeiten bei laufendem Betrieb in der Hochsaison und unter Berücksichtigung der Intervallzeiten der 2K-Beschichtungen ausgeführt. Als zusätzliche Herausforderung sind die Altuntergründe zu nennen, die noch aus DDR-Zeiten stammen. Die metallenen Fassadenverkleidungsplatten wiesen in der Oberfläche eine stark kreidende werkseitige Beschichtung, an Verschraubungen und Kanten Korrosionsschäden und im Bereich von Lüftungsanlagen im Untersichtbereich Algenansätze auf. Welche Beschichtung empfiehlt sich für diese Fassadenflächen und die Fensterelemente mit Altbeschichtung?
Zur Ermittlung der optimalen Beschichtung wurden Probeflächen auf Original-Oberflächen angelegt. Hieraus resultierte eine konkrete Empfehlung für den Beschichtungsaufbau. Die Fensterflächen erhielten nach entsprechender Vorbereitung eine zweimalige Grundierung mit 2K-Epoxi-Haftgrund. Die Zwischen- und Schlussbeschichtung erfolgte jeweils mit 2K-PUR-Acryllack, seidenglänzend. Dieser Beschichtungsaufbau wurde auch bei den metallenen Fassadenflächen durchgeführt. Die Farbgestaltung orientierte sich an den Vorgaben des Auftraggebers.
Extreme Anforderungen an die Haftung
Beschichtete, kreidende Trapezbleche stellten bei der Beschichtung von zwei Wassertürmen der Gelsenwasser AG in Essen extreme Anforderungen an die Haftung. Dazu die Lage im Ruhrgebiet, die Höhe des Gebäudes, rundum Angriffsflächen für Wind und Wetter sowie die Gestaltung in hellen Farbtönen, die eher schmutzempfindlich sind als dunkle. Für die Türme sah der Beschichtungsaufbau wie folgt aus: Zuerst wurde mit Universal-Reiniger gereinigt. Anschließend erfolgte die Grundierung mit 2K-Epoxi-Haftgrund. Die Zwischen- und Schlussbeschichtung wurden jeweils mit seidenglänzendem 2K-PUR-Acryllack ausgeführt.
In der Boxengasse der niederländischen Formel 1-Rennstrecke „Circuit Park Zandvoort“ wurden insgesamt 18 Boxen mit 2K-PUR-Acryllack beschichtet. Den extremen Anforderungen ist der Lack durch seine Beständigkeit gegen Lösemittel, Fette, Mineralöle, schwache Säuren und Laugen bestens gewachsen.
Belastung durch chemische Einflüsse und Großstadtklima
Das Parkhaus der Sporthochschule in Köln/Müngersdorf ist ein Beispiel dafür, dass 2K-PUR-Acryllacke auch gegenüber aggressivem Großstadtklima weitgehend resistent sind. Die 15 Metall-Tragsäulen wurden im Sommer 2003 zunächst mit 2K-Epoxi-Haftgrund grundiert und anschließend mit 2K-PUR-Acryllack lackiert.
Bei den beschriebenen Objekten wurden 2K-PUR-Acryllacke von Brillux eingesetzt. Weitere Informationen zu den Produkten erhalten Sie bei Brillux Tel.: (0251) 7188-0/Fax: 105 www.brillux.de
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