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Ungewöhnliches Farbkonzept: Fassadenfarben an Grundschule

Ungewöhnliches Farbkonzept
Fassadenfarben an Grundschule

Neue Fassade einer Grundschule: Grün, Orange, Gelb und Grau – eine Farbkombination, die zunächst ungewöhnlich klingt. Und dennoch funktioniert dieses Farbkonzept, wie die Fassade der Grundschule in Waldgirmes beweist.

Fotos: Brillux

Benannt wurde die Farbkomposition letztendlich sogar nach dem hessischen Ort. Der Gestaltung der Fassade an der Grundschule kam eine besondere Bedeutung zu. Der Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises, Bauherr des Projekts, hatte sich zusammen mit dem IngenieurbüroHundt + Swoboda für eine Vertäfelung aus Faserzementplatten entschieden. Das Material überzeugte die Beteiligten insbesondere mit seiner Strapazierfähigkeit. Allerdings: Die gewünschten Farben waren bis dato nicht erhältlich. Neben der Farbtonstabilität und einer hohen Widerstandsfähigkeit spielten aber vor allem die Farbtöne selbst eine entscheidende Rolle. „Vielleicht klingt es kitschig, aber wir hatten die Absicht, das Gebäude bunt und fröhlich zu gestalten. Das Bestandsgebäude war zum großen Teil weiß und wir wollten uns hier ein Stück weit absetzen“, erklärt Katharina Peter, Architektin bei Hundt & Swoboda.

Seidenmattlack überzeugt

Die Farben Gelb und Orange waren an einigen Stellen bereits im alten Schulkomplex enthalten. Grün und Grau sollten noch hinzukommen. „Sich optisch abzuheben ergab für uns einfach Sinn. Denn allein von der Form und der Fassade ist das neue Gebäude ja bereits anders als die Bauten in der Umgebung“, ergänzt Katharina Peter. So ist das bestehende Haus dreistöckig und rechteckig, das neue aber eingeschossig und asymmetrisch. Da der Anbau, verglichen mit dem bestehenden Haus, eher niedrig ist, sollte die Farbe eine weitere Funktion erfüllen und das neue Gebäude optisch strecken. Als die Arbeiten für den Anbau an den bestehenden Schulkomplex begannen, lag es nun an Brillux, die ideale Beschichtungslösung in den passenden Farbtönen zu liefern.

Im ersten Schritt schickte Michael Willms, Technischer Berater bei Brillux, ein Muster der Paneele zum Hauptsitz in Münster: Dort wurde geprüft, welches Produkt die genannten Anforderungen am besten erfüllt und wie viele Anstriche nötig wären. Ihre Lösung: 2K-Aqua Seidenmattlack 2388. Denn der wasserbasierte, zweikomponentige Polyurethan-Acryllack eignet sich ideal für besonders widerstandsfähige Funktionsbeschichtungen. „Er ist nicht nur mechanisch stark belastbar, sondern auch sehr wetter- und lichtbeständig. Zudem überzeugt er mit außerordentlichem Haftvermögen und hoher Farbtonstabilität“, erklärt Willms. Als Grundierung diente der 2K-Epoxi Varioprimer 865. Das Produkt sorgt für die optimale Haftung zwischen Untergrund und Seidenmattlack – und verlängert damit zusätzlich die Langlebigkeit der Beschichtung.

Die Qual der Wahl

Nachdem das richtige Produkt gefunden war, stellte sich die Frage nach den passenden Farbtönen. Bauherr und Ingenieurbüro waren in der Farbauswahl nicht eingeschränkt. Doch die nahezu grenzenlosen Möglichkeiten brachten auch ihre Herausforderungen mit sich. „Wir wussten zwar, in welche Richtung es gehen soll, aber alle Wünsche zu erfüllen, war nicht einfach. Die Farben sollten warm, aber weder zu knallig noch zu pastellig sein“, sagt Katharina Peter. „Der Farbhersteller hat uns bei der Auswahl sehr unterstützt. Wir konnten verschiedene Farbkombinationen auf den Musterpaneelen ausprobieren.“ Am Ende erhielt die Grundschule „keine Farben von der Stange“, wie Willms betont. Die speziell für das Projekt entwickelten – und nach der Gemeinde benannten – Farbtöne Waldgirmes-Grün, -Orange und -Gelb können auch in Zukunft immer wieder hergestellt und in gleichbleibender Qualität nicht nur nach Lahnau, sondern auch über die Grenzen Deutschlands hinaus geliefert werden.

Stimmige Komposition bei der Fassade der Grundschule

Die Montage und Beschichtung der 350 Quadratmeter großen Fassade führte die Wiese Holz GmbH aus Meschede aus. Die Mitarbeiter des Holzbauunternehmens trugen den Lack wiederholt im Rollverfahren auf. Geschäftsinhaber Michael Wiese erinnert sich noch gut an den Anstrich: „Wir mussten sehr gründlich und absolut staubfrei arbeiten.“ Doch diese Präzision habe sich gelohnt. Das Ergebnis sei perfekt. Auch Michael Willms ist vom Produkt überzeugt: „Der 2K-Aqua Seidenmattlack 2388 ist noch gar nicht so lange auf dem Markt. Im Rahmen dieses Projekts haben wir gezeigt, dass er sich sehr gut für große Flächen eignet.“

„Das Feedback, das wir vom Bauherrn erhalten haben, war durchweg positiv. Die Betrachter waren manchmal selbst überrascht, wie unglaublich gut die einzelnen Farben miteinander harmonieren“, sagt Architektin Katharina Peter.

Weitere Fotos:
www.malerblatt.de

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