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Hand-Schrift

Farbe & Inspiration
Hand-Schrift

Für die zentralen Bereiche im Erweiterungsbau eines Elektrotechnik-Unternehmens sollte das „Miteinander“ der Firmenphilosophie deutlich werden. Eine Mitarbeiterumfrage ergab verschiedene Begrifflichkeiten, die durch eine Schriftkünstlerin schwungvoll an die Wände gebracht wurden.

Andrea Nuding

Von den Produkten her eher technisch orientiert, setzt die Firma Bachmann Elektrotechnik in Bezug auf ihre Mitarbeiter ganz auf die weichen Faktoren. Der Erweiterungsbau des Unternehmens mit zusätzlichen Zonen für Schulungen und Besprechungen, aber auch für ganz private Gespräche, sollte eine freundliche und gemütliche Atmosphäre bekommen. Ein durchgängiger Eichendielenboden sorgt für Wärme, die frischen Farben wie Gelb, Petrol und Mittelgrau setzen spannungsreiche Akzente. Alle Farben suchte der Architekt in enger Absprache mit dem Auftraggeber aus.
In den verschiedenen Bereichen des Neubaus findet man an den Wänden die Worte „Respekt“, „Ehrlichkeit“ und im zentralen Marktplatz, auch Treffpunkt zum Mittagessen, das Wort „Miteinander“. Ergeben haben sich die Begriffe bei einer Umfrage unter den Mitarbeitern. Sie symbolisieren Themen aus den Leitsätzen der Firma, die einerseits die persönlichen Verbindungen beschreiben, andererseits auch die Qualität widerspiegeln sollen.
Die Schriftkünstlerin Sigrid Artmann stellte sich der gewünschten Aufgabe, diese Worte direkt „von Hand“ auf die vorbeschichteten Wände aufzubringen. Viel Schwung, die passende Farbe und diverse Tests auf vorbeschichteten Musterplatten brachten sie ans Ziel. Die Schriften wurden als Vorlage auf Papier geschrieben, danach eingescannt und auf die Originalgröße vergrößert. Das Papier beschichtete sie mit denselben Farben wie an der Originalwand. Und testete verschiedene Schriftfarben. Beim nächsten Termin überprüfte sie die Größe, klebte den Schriftzug auf Papier an die Wand und fing an zu schreiben nach dem Motto: „Schwung nehmen und das M schreiben“! Vonseiten der Firma Bachmann hatte sie total freie Hand. Herr Bachmann wollte auf keinen Fall eine Schablone und meinte:Wenn Sie sich verschreiben, macht das auch nichts. Es soll menschlich wirken.“
Verschrieben hat sie sich nicht. Doch die sorgfältig ausgesuchte Acrylfarbe, die deckend und doch flüssig genug war, um damit überhaupt schreiben zu können, hatte bei 37 Grad Außentemperatur auf einmal doch eine ganz andere Konsistenz. „Da kommt man ganz schön ins Schwitzen“! sagt Sigrid Artmann. Und am Ende steht der Schriftzug so an der Wand, wie er gedacht war: Schwungvoll und ganz ohne Verschreiben.

praxisplus
Auftraggeber:
Bachmann GmbH & Co. KG, Stuttgart
Architekt: c+ Interiordesign Carlo André, Stuttgart
Kalligraphin: Sigrid Artmann, Schrift Kunst Werkstatt, Ludwigsburg
Malerbetrieb: Handwerker-Haus Hofstetter, Stuttgart
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