Farbe & Inspiration

In Szene gesetzt

Modern, lässig und farbenfroh sollte diese Villa wirken. Gemeinsam mit dem Farbdesigner Marcus Loewe erarbeitete der Besitzer für jeden Raum ein Farbkonzept. Von Anfang an bezog er dabei auch Lichtdesignerin Beate Schulte in den Gestaltungsprozess mit ein.

Autorin: Petra Neumann-Prystaj | Fotos: Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Offert Albers

Die Farbtemperatur des Lichtes muss auf die Wandfarbe abgestimmt sein. Kombiniert man die falschen Farbtemperaturen, wirken die Wandfarben unecht und werden farblich verzerrt“, sagt die Lichtdesignerin Beate Schulte. „Marcus Loewe hat das Geschick und Talent, aus Gesprächen meine Vorstellungen herauszuhören“, lobt der Auftraggeber. Für die Innenräume wünschte er sich matte, gut deckende, kräftige Wandfarben, die er aus dem 120 Farbtöne umfassenden Farbfächer der Caparol-Icons-Kollektion aussuchte.

Grau-Nuancen

Bloß kein Grün und kein Blau – das machte der Geschäftsmann dem Mainzer Farbdesigner zur Bedingung. Einverstanden war er dagegen mit den Grau-Nuancen für den Eingangsbereich und die Räume im Erdgeschoss. Der Grundfarbton im Parterre ist nun helles Betongrau – der Farbton „Hommage to Berlin“. Durch die Kombination mit dem zarten Mausgrau von „Code Lisa“ soll Abwechslung und Lebendigkeit erzielt werden.

Ohne Türen gehen die offene Küche, der Essbereich, die Wohnzimmerinsel und der Fernsehraum ineinander über. Die Wandfarben heben ihre jeweiligen Funktionen hervor. Im TV-Raum wurde der warme, graubraune Farbton „Chesterfield“ aufgetragen. Der an der Wand befestigte Großbildschirm mit Framedesign ist eine Art „Kunstgalerie auf Knopfdruck“. Aus einer großen Auswahl kann ein digitales Foto ausgewählt werden, das – als Standbild – wie ein fest installiertes Wandbild wirkt.

Alle Grautöne im Aufenthaltsraum sind auf die Metallteile des Kamins abgestimmt. Auf der Wand hinter der modularen bunten Polstergarnitur dominiert das samtige Dunkelrot von „Burlesque“. Diese Farbe wird von Graubraun-Taupe („Nouvelle Vague“) und Grafitgrau („Rock ‘n‘ Roll“) in Schach gehalten. Ein Wandstreifen in dem kräftigen Rotton stellt die optische Verbindung zwischen dem Wohnraum und der offenen Küche her.

Lichtdesign

Weil die Sofalandschaft mit ihrem extravaganten Muster- und Farbenmix hervorgehoben werden sollte, zog Lichtdesignerin Schulte über diesem Bereich ein um wenige Zentimeter abgehängtes Deckenfeld ein, das durch Öffnungen zur Rohdecke unterbrochen und indirekt beleuchtet wird. Die Deckenelemente können per LED-Controller in allen Farben des Regenbogens und allen Sättigungsgraden, aber auch in einem Warmweißton zum Strahlen gebracht werden. Es ist also möglich, die Sofazone zu jeder Tages- und Nachtzeit in jede gewünschte Lichtstimmung zu tauchen. Mehrfarbige Glaslampen in Kugel- und Tropfenform tauchen den Essbereich in ein angenehmes Licht.

Im Treppenhaus begleitet das Petrolblau von „Skater“ den Besucher ins obere Stockwerk. Die Treppenstufenleuchten folgen dem runden Treppenlauf, sorgen für Trittsicherheit und betonen die warmen Steinstufen sowie die Architektur des Treppenhauses. Eine Lichtinstallation erstreckt sich über alle Stockwerke. Zur Aufhellung und Betonung der dunklen Wandflächen und als verbindendes Element zwischen den Geschossen wurde sie von der schrägen Deckenfläche bis ins Untergeschoss nach unten abgependelt. Mit feinen Stahlseilen verbunden sind lange Zylinder aus opalweißem, mattem, handgearbeitetem Glas, die das Treppenauge im Ganzen erhellen. Die matten, weißen Gläser nehmen den Charakter der Wandfarbe auf und stehen in einem schönen Kontrast zu dem recht dunklen, warmen Petrolfarbton. Diese Beleuchtung kann geschossweise zugeschaltet und gedimmt werden.

Schwierig zu gestalten war das Schlafzimmer mit dem Einbauschrank und den fünf Fenster- oder Terrassenöffnungen. Es sollte unbedingt eine meditative Ecke bekommen. Als Akzentfarbe kam hier – und im Arbeitszimmer – wieder aktivierendes „Burlesque“ zum Einsatz, abgemildert durch den hellbraunen Wildlederton „Boogaloo“. Im Gästezimmer überrascht das frische Pink von „Bubblegum“ an der Stirnwand.

Weitere Fotos:
www.malerblatt.de



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