Technik & Werkstoffe

Mobil bleiben

Mithilfe von Maschinentechnik lassen sich Fassadenarbeiten schneller und rationeller ausführen. Ein fahrbares Silo mit integrierter Mischeinheit gewährleistet Flexibilität, sorgt für saubere Baustellen und erspart teure Stellgebühren und lästige Bürokratie.

Dirk Radomski, Caparol

Vor allem beim Verarbeiten von Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) ist es rationell, Kleber und Einbettungsmasse direkt aus Silos entnehmen zu können. Allerdings ist es im Umfeld von Ein- und Zweifamilienhäusern oft schwierig, einen geeigneten Stellplatz für Silobehälter zu finden, auch weil dieser zuvor behördlich genehmigt werden muss. Hinzu kommen oftmals Stellplatzgebühren. Das alles ist nicht mehr erforderlich, wenn ein neues rollendes Silo eingesetzt wird, das in Form eines speziellen Pkw-Anhängers konstruiert wurde. Mit einer Trailergesamtlänge von 5,5 Metern (bei 1,8 Metern Breite und 2,1 Metern Höhe) passt es auf jeden üblichen Autoabstellplatz – auch am Straßenrand oder in der Garageneinfahrt. Kommt der Kunde am Abend nach Hause, kann er trotzdem in seine Garage einfahren, weil der Handwerker am Feierabend sein mobiles Silo selbstverständlich wieder mitgenommen hat.
Klein und praktisch
Das Fassungsvermögen des rollenden Silos beträgt 2,1 Tonnen – eine Materialmenge, die für rund 200 Quadratmeter Fassadenfläche zum Kleben und Armieren der Dämmplatten ausreicht. Bei einem Leergewicht von 1,4 Tonnen wird so ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen erreicht. Das rollende Silo lässt sich mit Big Bags oder vor Ort vom Verarbeiter mit Pulverware befüllen. Material kann mit einem bis zu 50 Meter langen Schlauch an den Arbeitsplatz gebracht werden. Im Vergleich zu größeren Stell-Silos entfällt außerdem das aufwändige und teure Rückwiegen.
Äußerst flexibel
Je nach Ausstattung ist das rollende Silo für 12.000 bis 14.000 Euro erhältlich. Es ist mit einer Mischeinheit sowie klappbarer Pumpeinheit ausgestattet. Zusätzlich gibt es einen Steuerschrank mit Wasserarmatur. Die Pumpendrehzahl ist verstellbar.
Der Silobehälter ist drei Meter lang und ohne Fußplatten etwa eineinhalb Meter breit. Sein Behälterinhalt ist dreieinhalb Kubikmeter groß. Als Zugfahrzeuge eignen sich beispielsweise VW-Touareg, Mercedes-Sprinter, Fiat-Ducato, Nissan-Patrol und andere.
Das fahrbare Silo sichert dem Fachunternehmer die volle Flexibilität und Unabhängigkeit. Stuckateurunternehmer Steffen Menikheim aus Rudersberg im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis setzt mit Erfolg auf die neue mobile Silo-Maschinen-Kombination. „Nach so einer Lösung hatte ich schon lange gesucht“, berichtet er. Er hatte das Mischsystem im vergangenen Jahr in Köln auf der Messe „FARBE – Ausbau & Fassade“ kennen gelernt und nutzt es nun erfolgreich.
Da das rollende Silo mehr ist als nur ein Silo auf Rädern – zur Ausstattung ab Werk gehören ein angebauter Durchlaufmischer und eine Förderpumpe –, hat man die komplette Maschinenausstattung gleich einsatzbereit vor Ort. „Das verschafft mir die volle Flexibilität, die man heute braucht, um schnell reagieren zu können. Schließlich entscheiden sich die Kunden immer kurzfristiger“, nennt Steffen Menikheim den wesentlichen Vorteil. Mit dem eigenen mobilen Silo ist er nicht mehr abhängig von der Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit seines Baustoffhändlers oder des Spediteurs, der im Auftrag des Materialherstellers liefert.
Flexibilität bei der Baustellenbeschickung ist der maßgebliche Faktor; nicht minder wichtig ist vielen Fachunternehmern die grundsätzliche Unabhängigkeit bei der Materialwahl. Auch das Thema Silostellgebühr – in der jüngeren Vergangenheit hitzig diskutiert – kann Steffen Menikheim gelassen betrachten. Wer sich das Silo selber stellt, muss dafür schließlich keine Gebühr an den Lieferanten entrichten. „Und die Silostellgebühr wird sicher in der Zukunft eher höher liegen als heute“, vermutet der Unternehmer.
Nicht nur deshalb rechne sich der Einsatz bereits im Zwei- bis Drei-Mann-Betrieb, so Steffen Menikheim, der selbst 38 Mitarbeiter beschäftigt. „Auf der Baustelle brauche ich nur Wasser und Strom – schon kann ich loslegen“, weiß er. Die Rüstzeiten sind aufs Minimum reduziert. „Und ich brauche keinen zusätzlichen Mann, der die Maschine mit Sackware beschickt“, sagt Menikheim. Einen Stapler, mit dem man das Silo befüllen kann, habe vermutlich ohnehin jeder Betrieb. Das Fassungsvermögen des Silos reicht normalerweise für ein Zweifamilienhaus.
Sollte die Füllmenge dennoch einmal nicht ausreichen, könnte ohne Problem auch mit Sackware weitergearbeitet werden.
Einfach und sauber
Durchlaufmischer und Pumpe sind mit einer einfachen Abklappvorrichtung fest am Siloanhänger montiert und müssen folglich nicht mühsam ein- und ausgeladen werden. Nicht nur das Fahrzeug bleibt sauber, sondern auch die Baustelle, was gerade private Bauherren schätzen. Als Vorsichtsmaßnahme gegen Schmutz sollte man jedoch eine Plane im Bereich des Durchlaufmischers auslegen. Reinigungsarbeiten an der Maschine kann man dann auf dem eigenen Betriebshof erledigen.
Die Einarbeitung sei für seine Mitarbeiter kein Problem gewesen, berichtet Steffen Menikheim. Schließlich seien sie den Umgang mit Silo, Durchlaufmischer und Förderpumpe schon gewohnt gewesen. Neu daran sei nur die Kombination als Einheit auf einem Anhänger. Neben dem Zugewinn an Flexibilität und Effektivität sei die Erleichterung für seine Mitarbeiter ein wichtiges Kriterium für die Anschaffung gewesen, erläutert der Fachunternehmer.

kompakt
Das rollende Silo, mit dem sich flexibel und rationell arbeiten lässt, wird von Caparol angeboten. Detaillierte Informationen gibt es unter dem Stichwort „Capa-RoSi“ bei der
Caparol-Werbung, Roßdörfer Straße 50, 64372 Ober-Ramstadt
Fax: (06154) 71544

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