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Praxistipp zur Holzbeschichtung 4: Spezialeinsatz Renovierungsanstrich

Rund ums Holz
Praxistipp zur Holzbeschichtung 4: Spezialeinsatz Renovierungsanstrich

Eine defekte Beschichtung an einem Fensterrahmen. Foto: Dyrup
Die Wetterbeständigkeit einer Beschichtung wird maßgeblich durch die Art der Konstruktion und die Intensität der Bewitterung beeinflusst. Auch bei langer Haltbarkeit der Beschichtung rät der Fachmann: Holzflächen im Außenbereich regelmäßig inspizieren!
Kleine Schäden sollte man am besten sofort ausbessern. Nur so wird eine kostenintensive Sanierung vermieden, die anfällt, wenn die Beschichtung abgewittert und der Untergrund bereits beschädigt ist. Wird die Oberfläche matt oder verfärbt sich das Holz dunkel unter der Beschichtung, wenn man einen nassen Lappen darauf legt, steht eine größere Renovierung an.

Dazu sollte der Profi Folgendes wissen:

  • 1. Alte, mit Klarlack oder Dickschichtlasur beschichtete Flächen können nur mit dickschichtigen Lasuren renoviert werden. Für den Anstrich dieser Flächen mit Dünnschichtlasuren, Wachsen oder Ölen muss die Oberfläche vollständig bis aufs rohe Holz abgeschliffen sein.
  • 2. Ein fleckig abgewitterter Lasuranstrich sollte vor lasierenden Anstrichen komplett durch Schleifen oder Abbeizen entfernt werden. Eine Holzbleiche hellt vergrautes Holz wieder auf. Ein noch farblich gleichmäßig alter Lasuranstrich braucht nur matt geschliffen zu werden. Ist ein deckender Lack- oder Holzfarbenanstrich geplant, wird die Oberfläche ebenfalls nur matt geschliffen.
  • 3. Mehrere Faktoren bestimmen die Haltbarkeit von Holzbeschichtungen: Generell sind bei einem Lasuranstrich die notwendigen Renovierungsintervalle länger als bei Ölen, welche häufiger aufgefrischt werden müssen. Helle Lasuren haben ein kürzeres Renovierungsintervall als mittlere Töne. Dünnschichtlasuren wittern aufgrund ihrer Trockenfilmstärke schneller ab als dickschichtigere Systeme. Lasuren müssen schneller wieder renoviert werden als deckende Holzfarben. Wetterseiten und direkt bewitterte Holzteile haben ein kürzeres Renovierungsintervall als wenig bewitterte Holzteile. Stark exponierte Stellen sollten von vornherein drei Anstriche erhalten.
  • 4. Intakte Anstriche werden leicht angeschliffen und ein- bis zweimal mit einer Lasur oder Holzfarbe behandelt. Wenn schon vergraute und abgeplatzte Stellen zu sehen sind, muss der Anstrich bis aufs rohe Holz entfernt und wieder komplett mit Grund- bis Endbeschichtung gestrichen werden.
  • 5. Nicht resistente Nadelhölzer müssen grundsätzlich mit Imprägniergrund vorbehandelt werden, bevor sie eine Lasur- oder Farbschicht erhalten. Manche Hölzer sind schon vom Holzlieferanten tauch- oder kesseldruckimprägniert.

Tipp

Ein Wartungsvertrag bietet dem Kunden Sicherheit, da sowohl Art und Umfang als auch der Zeitpunkt der jeweiligen Überprüfung genau festgelegt sind.

PraxisPlus

Beratung bietet aus der Dyrup-Technik:
Horst Moritz
Tel.: (02166) 964-890
dehmo@dyrup.de
Infos im Internet finden Sie unter:
www.gori.de

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