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Sanierung Tiefgarage inklusive Schutz der Bewehrung

Sanierung Tiefgarage
Ästhetisch und funktional

Sanierung einer Tiefgarage: In der Tiefgarage des Kultur- und Kongresszentrums „Graf-Zeppelin-Haus“ in Friedrichshafen wurde der Betonuntergrund instand gesetzt, inklusive Neuabdichtung und -beschichtung zum Schutz der Bewehrung.

Fotos: Triflex

Hauptanliegen der Sanierungsmaßnahme war, ein neues Gestaltungskonzept umzusetzen. „Ziel der Beteiligten war es, die Tiefgarage zu einem Ort des Ankommens und die Wertigkeit des Kultur- und Kongresszentrums für die Nutzer bereits in der Tiefgarage spürbar zu machen“, sagt das örtliche Büro Staub-Architekten, das für den Entwurf und dessen Umsetzung verantwortlich zeichnet. Nachdem dort bisher schwarzfarbige Fahrgassen und Stellplätze eine eher dunkle Situation schufen, sollte nun ein heller, freundlicher Gesamteindruck entstehen.

Sanierung Tiefgarage

Das Befahren durch Autos – und hier im Besonderen der Eintrag von Tausalz in den Wintermonaten – sowie witterungsbedingte Einflüsse hatten der Bausubstanz im Lauf der Jahrzehnte teilweise stark zugesetzt: „Im Betonuntergrund lagen chloridinduzierte Korrosionsschäden an der tragenden Bewehrung von Wänden, Decken und Unterzügen vor“, beschreibt der mit der Bauüberwachung beauftragte Bauingenieur Johannes Zellner vom Ingenieurbüro Schiessl Gehlen Sodeikat das Schadensbild. Eine Instandsetzung des Betonuntergrunds und dessen Schutz mittels Beschichtung oder Abdichtung wurden notwendig.

Abdichtungssystem

In der Planungsphase wurde sich für ein Abdichtungsprinzip mittels Flüssigabdichtung auf PMMA-Basis (Polymethylmethacrylat) und Beschichtung entschieden. Des Weiteren war ein System gefragt, das eine farbige Ausgestaltung ermöglicht. Zwischen allen Planungsbeteiligten und dem Stadtbauamt fand ein Austausch zu den möglichen Produkten und ihrer Anwendbarkeit statt. Hierzu wurden auch Probeflächen erstellt.

Extra an Widerstandskraft

Zur Ausführung kam das Abdichtungssystem ProPark. Vollflächig vliesarmiert, stellt es eine erhöhte dynamische Rissüberbrückung sicher. Auch hält es der hohen Beanspruchung frei bewitterter Parkdecks, darunter auch chemischen Einflüssen etwa durch im Tausalz gelöste Chloride, langfristig stand. Auf den Stellflächen kam ProPark in der Variante I zum Einsatz, für die Verwendung an den Rampen bzw. der Spindel dagegen erwies sich die Variante III als am besten geeignet. Eine grobe Einstreuung in ihrer Nutzschicht gibt dieser eine erhöhte Griffigkeit, was der Oberfläche von stark beanspruchten Bauteilen ein Extra an Widerstandskraft verleiht. Darüber hinaus verfügt das Abdichtungssystem in beiden Varianten über eine systemintegrierte Detaillösung: Mit dem ebenfalls vliesarmierten ProDetail wurden Bauteilanschlüsse nahtlos in die Abdichtung eingebunden. Die Nutzschicht wurde mit DeckFloor ausgebildet. Mit der darauf liegenden Versiegelung Cryl Finish 209, die in verschiedenen Farben realisiert werden kann, wurde den gestalterischen Aspekten Rechnung getragen.

Im Bereich der Bewegungsfugen griff man zum einen auf das speziell für dieses Anwendungsgebiet entwickelte ProJoint zurück. Die durch ein Kantenschutzprofil verstärkte Flüssigabdichtung aus PMMA passt sich flexibel dem Fugenaufbau an. Da sie vollflächig haftet, wird einem Unterlaufen erfolgreich vorgebeugt. Zum anderen wurden einige der Fugen mit Profilen der Firma Buchberger umgesetzt.

Zusammenspiel aus Licht und Farbe

Nach der umfassenden Betonsanierung, welche sowohl konventionell als auch mittels eines kathodischen Korrosionsschutzsystems erfolgte, konnte der verarbeitende Betrieb die Abdichtungs- und Nutzschicht aufbringen. Anhand des vorgelegten Konzeptes der Architekten wurde dann die Kopfversiegelung auf den Flächen aufgetragen, darauf wiederum wurden die Fahrbahn- und Parkplatzmarkierungen sowie die des markanten Fußgängerbereiches appliziert. „Dabei haben wir uns am Corporate-Identity-Leitfaden des Graf-Zeppelin-Hauses orientiert“, erläutern die Architekten. Um eine optimale Orientierung und somit größtmögliche Sicherheit für die Benutzer zu schaffen, wurde neben orientierungsgebenden Markierungen auch ein neues Lichtkonzept realisiert. „Da der Fußgängerbereich weiterhin innerhalb dem der Fahrbahn liegt, war es wichtig, durch farbig aufgebrachte Laufstreifen, die zu den Ausgängen führen, dem Fußgänger den Gehbereich zu visualisieren und dem Kfz-Verkehr besondere Vorsicht beim Befahren der Fahrgassen zu signalisieren. Dieser farbig gestaltete Fußgängerbereich erhält zudem beleuchtungsseitig durch rhythmisierende Einzelspots eine besondere Anmutung und wird dadurch für Autofahrer klar sichtbar.“ Die Stellplätze sind durch anthrazitfarbige Flächen gekennzeichnet. Dadurch soll gerade in den Stellplatzbereichen ein langanhaltend optisch sauberer Eindruck erzeugt werden. Die Stellplatzbereiche werden durch LED-Langfeldleuchten gleichmäßig illuminiert. Breite, hellfarbige Streifen grenzen die Stellplätze untereinander ab. Im Gegensatz zu den Stellplätzen sind die Fahrgassen in Hellgrau gehalten und tragen zum angestrebten freundlichen Gesamteindruck bei.

Weitere Informationen:
www.triflex.com

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