Laser und3-D-Optik

Tobias Kretz vom Malerbetrieb Hennes verarbeitet Lehmprodukte als „wohngesunde“ Alternative und ist damit recht erfolgreich. Auch seine gut organisierte Arbeitsweise spielt beim Erfolg eine entscheidende Rolle.

Autor: Nicole Sillekens | Fotos: Malerbetrieb Hennes

Sowohl der Grundputz als auch der Oberputz und der Anstrich sollten bei der Erneuerung einer ganzen Etage aus Lehm sein. Wegen der langen Trocknungszeiten im Winter hat sich das Projekt über drei Wochen erstreckt.

Dreidimensionale Ansicht

Zunächst einmal hieß es, die Etage mit ihrem außergewöhnlichen Grundriss komplett aufzumessen. Früher wäre das eine zeitaufwendige Prozedur gewesen, in der alle Daten handschriftlich erfasst und anschließend im Büro in das Angebot übertragen werden. Mittlerweile ist das Aufmaß für Tobias Kretz schnell erledigt. Er nutzt eine mobile App. „In Kombination mit einem Lasermessgerät kann ich darüber die Messdaten Raum für Raum zügig erfassen – immer passend zur Baustelle. Sie werden online an unsere Bürosoftware weitergeleitet und können dort verarbeitet werden. So ist das Angebot im Nu fertig“, erläutert der Malermeister.

Einen weiteren Pluspunkt des Verfahrens sieht er in der 3-D-Ansicht: „Alles, was ich aufmesse, wird sofort auf dem Tablet in einer dreidimensionalen Zeichnung dargestellt. Das ist sehr anschaulich – sowohl für mich selbst als auch in Gesprächen mit meinen Mitarbeitern zur Baustelle. Alle können sich gleich in die Räume hineinversetzen und die notwendigen Arbeitsschritte besser nachvollziehen.“

Während das mobile Raumaufmaß für Innenräume zum Einsatz kommt, gibt es auch noch ein Fassadenaufmaß: Anhand eines Fotos eines Gebäudes und zwei Referenzmaßen kann damit das Aufmaß einer Fassade berechnet werden. Kretz: „Auch das Fotoaufmaß ist eine große Erleichterung, gerade in der kalten Jahreszeit bei richtig schlechtem Wetter – da mache ich draußen nur schnell das Bild und nehme zwei Maße. Im Büro lege ich dann die übrigen Maße anhand des Fotos fest.“ Auch diese Daten wandern anschließend mit einem Fingertipp in die Bürosoftware.

Mobil unterwegs

Seit zwei Jahren nutzt Tobias Kretz die WinWorker-Software und die passenden mobilen Apps. Letztere waren für ihn auch ausschlaggebend für die Kaufentscheidung. „Ich bin viel unterwegs, weil ich in unserem kleinen Betrieb selbst mitarbeite und ich kann nicht immer zurück ins Büro, um fehlende Unterlagen zu holen.“ Mit der App für Smartphones hat er auch unterwegs Zugriff auf Dokumente und Kundenadressen aus der Software.

Auch die mobile Zeiterfassung möchten er und sein Team nicht mehr missen: „Zunächst haben wir auf Angebotspositionen mitgeschrieben. Mittlerweile nutzen wir die Arbeitspaketierung, das ist einfacher für die Mitarbeiter und ich habe den optimalen Überblick.“ Anfangs musste der Malermeister noch an der einen oder anderen Stelle Fehler bearbeiten, das ist jetzt kaum noch nötig. Vor allem mit der Einführung der Arbeitspakete hat es sich sehr verbessert. „Gut, dass ich hier Planzeiten für die einzelnen Pakete vorgeben kann. Die Belegschaft ist sehr interessiert und bemüht, die Vorgaben zu unterbieten.“ Typische Arbeitspakete orientieren sich am Baustellenablauf und nennen sich dann zum Beispiel „Abdeckarbeiten“, „Vorarbeiten“, „Verputz“ oder „Anstrich“ usw.

Attraktive Angebote

Auch die Angebote sind dank der neuen Systematik übersichtlich geworden: „Mir ist es wichtig, dass sie absolut verständlich und kundengerecht formuliert sind. Ich integriere auch häufig Bilder in das Dokument. Außerdem erhalten sie je nach Auftrag bis zu zwei Begleitschreiben: einmal ein Anschreiben, in dem ich das Projekt konkret vorstelle, und meist auch ein Infoschreiben, in dem ich darüber aufkläre, warum unsere Leute auf der Baustelle ihre Handys nutzen. Wir zeigen schon mit dem Angebot, wie professionell wir arbeiten.“

Der Betrieb ist schon weit im Voraus ausgelastet, da hilft ihm die Ressourcenplanung in der Software sehr. „Ohne sie wäre ich aufgeschmissen, so lang kann eine Stecktafel gar nicht sein.“ Alle Mitarbeiter können den jeweiligen Projekten zugeteilt werden. Farbige Balken schaffen Übersicht. Wunschzeiträume, die die Kunden angegeben haben, fließen automatisch in die Planung ein und sind gesondert markiert.

Eine vernünftige Nachkalkulation ist Kretz wichtig. „Durch die mobile Zeiterfassung sind die Stunden automatisch drin und bilden eine perfekte Basis.“ Er hört viel von anderen Betrieben, die keine Branchensoftware und keine mobile Zeiterfassung nutzen. „Dort wird viel Zeit und damit Geld verbrannt. Anfänglich bedeutet es zwar Einarbeiten ins System und Aufbau der Daten, aber später kann man sehr effizient arbeiten.“

Zukunftssicher

„Die GoBD sind ein schwieriges Thema, das viele verunsichert.“ Kretz hat sich entschieden, den GoBD-Maßnahmenkatalog von WinWorker zu nutzen – mit einem zertifizierten GoBD-Archiv, ZUGFeRD-Funktion und vielem mehr. So werden unter anderem die Vorgaben der vollständigen, unveränderbaren Ablage und der maschinellen Auswertbarkeit der Dokumente optimal erfüllt.


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