Fugenlos in Küche und Bad

Ohne Fliese ist auch schön – Fugenloses Design

Die Zeiten, in denen Kunden sich an ihre beim Einzug gefliesten Küchen oder Bäder ewig binden, sind vorbei. Spachtelmassen, Lasuren oder Innenfarben ermöglichen Designs, die sich ohne großen Aufwand wieder verändern lassen. Hier drei Beispiele.

Autor: Martin Mansel | Fotos: Caparol

In unserem ersten Beispiel stand der Architekt Thilo Holzer vor der Aufgabe, ein Wohngebäude in Stuttgart, das aus den 50er-Jahren stammte, für eine siebenköpfige Familie umzubauen. Die bestehende Basis mit Wänden aus massivem Mauerwerk und Betonrippendecken war solide. Der verschachtelte Grundriss und das bestehende Raumprogramm war allerdings nicht mehr zeitgemäß. Die Bauherren wünschten sich eine offene Architektur mit warmer wohnlicher Atmosphäre. Außen zeigt sich das Gebäude jetzt mit Klinkerfassade und Eichenfenstern. Das Eichenholz prägt ebenfalls das Gestaltungskonzept innen. Im Dachgeschoss befindet sich der neue Elternschlafbereich mit Ankleide, Sauna und Elternbad. Hier stellte der Architekt dem Holz einen hellen Anstrich mit einer konservierungsmittelfreien Innendispersion entgegen.

Fassade in Schwarz und Weiß

Auch in unserem zweiten Beispiel, diesmal einem Neubau, spiegelt die Innenraumgestaltung die Farbensprache der Architektur wider. Hinter einer kontrastreichen Fassade in Schwarz und Weiß erwartet den Besucher ein luftiges Inneres. Zeitlos und elegant unterstützen die zurückhaltenden Farben die Leichtigkeit und Ruhe der Räume. „Die Farben ordnen sich der Architektur unter,“ so die Architektin. „Jede Farbnuance wurde genauestens ausbalanciert und auf die Räumlichkeiten abgestimmt“, ergänzt Kirstin Bachmann vom Caparol FarbDesignStudio. Im fliesenfreien Bad schaffen anthrazitfarben gestrichene Wände eine elegante und zurückhaltende Atmosphäre.

Effekte

Grün ist die Lieblingsfarbe von Daniela Volk. In Sachen Farbe kann man ihr nichts vormachen, denn Ihre Familie führt in dritter Generation einen Malerbetrieb im Odenwald. Auch in Ihrem kleinen, feinen Appartement ist daher nun ein zartes Mint der Hauptfarbton und verbindet optisch alle Bereiche miteinander. Als matt gestrichener Grundton legt sich das zarte 3D Mint 55 frisch über die Wände des Wohn- und Essbereichs. Dezent kontrastieren die Dachschrägen in 3D Curcuma 30, einem gebrochenen Weiß. Das bringt Helligkeit in den Raum. Der nun blaue Kamin in 3D Lavendel 155 mausert sich zum Hingucker des Wohnbereichs – elegant und modern in Kombination mit dem Mintton der Wände.

In der Küche erhält das Mint mit DecoLasur glänzend und zwei Prozent Effektpigment PearlWhite überzogen einen ganz besonderen Charakter. Toller und zweckorientierter Nebeneffekt: die Oberflächen sind zu einem gewissen Grad abwaschbar und erhalten einen leichten, silbrigen Schimmer.

Weitere Fotos:
www.malerblatt.de


PraxisPlus

Verwendete Produkte

Projekt Wohngebäude Stuttgart:

Bad: Indeko-plus in weiß

Projekt Wohngebäude Stiens:
Bad: Indeko-plus / Deco-Lasur 3D Siena 15 und Effektpigment
Pearl White

Projekt Appartement Daniela Volk:
Küche: Indeko-plus 3D Mint mit
Capadecor DecoLasur glänzend +
2 Prozent Effektpigment Pearl White

www.caparol.de