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Thomas Müllerschön ist stolz auf die Entwicklung bei Uzin Utz.
Foto: Uzin

Eigenen Campus geplant

Gute Zahlen, neue Produkte und ein Weiterbildungsangebot, das als Branchentreff für Furore sorgen soll. Bei Uzin tat und tut sich einiges.

Andreas Ehrfeld

Die Bodenbranche entwickelt sich stets weiter, sagt Jürgen Walter, Leiter der Geschäftseinheit Uzin. Für das kommende Jahr ist deshalb erstmalig der sogenannte „Campus“ geplant, ein Termin für das Handwerk. Schon heute gebe es über 100 Anmeldungen für den am 28. September stattfindenden Event, so Walter. Hier solle die Branche zusammenkommen, sich austauschen und Expertenwissen vermittelt werden. Technische Innovationen rund um den Boden und deren Anwendung in der Praxis stehen bei der Veranstaltung im Vordergrund. Praxisnahe Live-Anwendungen, externe Referenten, Werksführungen und der Fachaustausch unter Kollegen sollen die Teilnehmer auf den aktuellsten Stand der Bodentechnik bringen.

Die Veranstaltung sei bewusst ohne Sponsoren gehalten. Die Teilnehmer des Campus, der in der „Messehalle Ulm“ stattfinden wird, können zwischen unterschiedlichen Seminarangeboten auswählen.

Zum Januar 2018 wird das Premium-Spachtelmassen-Sortiment um diese drei gipsbasierten Produkte erweitert: NC 110 Neu, NC 115 Neu und NC 118 Neu. Damit, so Walter, werde dann ein vollumfängliches Sortiment an Premium-Spachtelmassen sowohl im Zement- als auch im Gipsbereich angeboten. Der Verarbeiter könne sich dabei auf die verbesserte Qualität der jüngsten Generation der Spachtelmassen verlassen

Der seit 1. September wirkende Marketingleiter Hanspeter Bressa stellte am Ulmer Stammsitz den neuen Facebook-Auftritt des Unternehmens vor, zeigte zudem den Bodennavigator, eine mittlerweile bei 5.500 Downloads stehende App. Mithilfe dieser App kann der Handwerker Aufbauempfehlungen mit wenigen Klicks selbst erstellen.

Gute Zahlen

Mit guten Zahlen für das erste Halbjahr 2017 konnte der im Mai 2018 scheidende Vorstandsvorsitzende Thomas Müllerschön aufwarten: „Der Umsatz der Uzin Utz Gruppe betrug zum 30. Juni 2017 rund 147,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum lag er bei 135,7 Millionen Euro eine Steigerung von 8,7 Prozent. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg auf 13,1 Millionen Euro, was einem Plus von 12,3 Prozent zum Vorjahreswert (11,7) entspricht.“ Diese positive Entwicklung mache deutlich, dass die Wachstumsstrategie „Gold“ ihre Wirkung zeige. Zu dieser Strategie zählt nicht nur, die Leistungsfähigkeit intern wie extern zu steigern, indem Prozesse und Abläufe effizienter gestaltet werden, sondern auch der Ausbau der internationalen Präsenz.

Besonders stolz ist Müllerschön auf den kürzlich errungenen 6. Platz der innovativsten Mittelständler. Dieses Ranking wird vom Magazin „Wirtschaftwoche“ erstellt. 3.500 Unternehmen werden dazu in den Bereichen Innovationstätigkeit, Wettbewerbsposition und Performance analysiert. Der Vorstandsvorsitzende sieht in der Auszeichnung „Ansporn und Zeichen, auf dem richtigen Weg zu sein.“

Gelassen sehen die Ulmer die Übernahme von Thomsit durch PCI, hinter der die BASF steht. „Wettbewerb tut auch Uzin gut, wir besinnen uns auf unsere Stärken, wie etwa die Nähe zu unseren Kunden“, so Müllerschön.