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Nicht nur zum Kiffen

Das neue Wärmedämm-Verbundsystem besteht aus einer diffusionsoffenen Dämmplatte aus Hanffasern und einem mineralischen Putzsystem. Foto:Caparol
Hanf wird seit Jahrtausenden als Heil- und Ölpflanze verwendet. Als nachwachsender Rohstoff ist die Hanfpflanze auch für die Bauindustrie interessant.

Josef Schneider

Seit über 10.000 Jahren wird Hanf als Kulturpflanze weltweit geschätzt. Der landwirtschaftliche Anbau von rauschmittelfreiem Nutzhanf ist bei uns seit 1995 wieder zugelassen. Die Nutzpflanze wächst schnell und ist außerordentlich genügsam. Sie kommt völlig ohne Dünger aus. Auch erfordert der Anbau von Nutzhanf keinerlei Pflanzenschutzmittel. Die Ökobilanz fällt daher vorbildlich aus. Als nachwachsender Rohstoff rückt die Pflanze immer mehr auch in den Fokus der Baustoffindustrie.
WDVS auf Hanfbasis
Auf der Messe BAU 2015 im Januar in München stellte Caparol das erste Fassadendämmsystem mit einer Dämmplatte aus natürlichen Hanffasern vor. „Hanf- faserdämmplatten sind pure Natur am Haus. Schon auf dem Feld entzieht die Pflanze der Atmosphäre deutlich mehr Kohlendioxid, als im Zuge ihres Anbaus, der Ernte, der Verarbeitung und auf dem Transportweg freigesetzt werden“, sagt Caparol-Projektleiter Volker Tank.
Im neuen Capatect Hanf-Fassadendämmsystem sind alle Komponenten präzise aufeinander abgestimmt, sodass die diffusionsoffene Dämmplatte und das mineralische Putzsystem vortrefflich miteinander harmonieren. Zu 88 Prozent besteht die neue Hanf-Fassadendämmplatte aus natürlichen Hanffasern und zu zwölf Prozent aus reißfestem Stützgewebe. Die Platte ist griffsympathisch, biegbar, oberflächenfest und formstabil. Auf punktuellen Druck reagiert sie flexibel und stellt die Fasern an der gedrückten Stelle unverzüglich in die Ausgangsposition zurück.
Gute Dämmwerte
Die Hanfplatte wird mit stumpfem Kantenprofil im Format 80 Zentimeter Breite und 62,5 Zentimeter Höhe angeboten. Die maximale Dämmstärke beträgt 20 Zentimeter, wobei die zwei Zentimeter dicken Lamellen objektspezifische Abstufungen von 2 bis 20 Zentimeter ermöglichen. Aufgrund der hohen Rohdichte – ein Kubikmeter Hanfdämmung wiegt rund 100 Kilogramm – bieten die Dämmplatten nicht nur winterlichen Wärmeschutz, sondern auch sommerlichen Hitzeschutz. Auch der Schallschutz eines Gebäudes soll sich laut Caparol dadurch verbessern. Der Wärmedurchgangskoeffizient der diffusionsoffenen Hanffaserdämmplatte entspricht laut Caparol dem herkömmlicher Materialien.
Verarbeitung
Die Neuentwicklung lässt sich beidseits verputzen; es gibt also keine Vorder- und keine Rückseite, sodass Verwechslungen bei der Montage auf dem Baugerüst ausgeschlossen sind. Da jedes Dämmmaterial seine Besonderheiten hat, werden Maler- und Stuckateurbetriebe, die das neue Fassadendämmsystem anbieten wollen, in der fachgerechten Verarbeitung ausführlich geschult. Der Vertrieb der Hanffaserdämmprodukte erfolgt in Deutschland über die Fachberater von Caparol.
Hanffaserdämmplatten sind pure Natur am Haus.

praxisplus

Weitere Informationen über das neue Capatect Hanf-Fassadendämmsystem sind in der Broschüre „Inspirierende Oberflächen“ nachzulesen. Diese und weitere Hanfinfos können darüber hinaus auch angefordert werden:
Caparol
Tel.: (06154) 71-0

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