Unverdünnt aufgetragen

Aufgelesen und angelesen

Selbst für den Besitzer eines eigengenutzten Hauses im angenommenen Wert von 400 000 Euro und 100 000 Euro Bargeld, also einem klassischen Privatkunden, ändert sich am Vermögen nichts, wenn er z. B. für 50 000 Euro was renovieren lässt: Sein Gesamtvermögen beträgt unverändert eine halbe Million. Bei anhaltender Wertsteigerung der Immobilien sogar mehr, selbst wenn er die Maßnahme fremdfinanziert. Und noch viel mehr, wenn die Bauzinsen, wie derzeit, fast null betragen. Müsste man gegenüber potenziellen Kunden jetzt nicht so argumentieren?

Meisterstücke

Sie suchen für Ihren Betriebs- oder Berufsschulausflug noch ein spannendes Ziel? Ich hätte da eines: die großartige Ausstellung „Meisterstücke – vom Handwerk der Maler“, die noch bis Mitte Januar im Historischen Museum Frankfurt zu sehen ist. Sie dokumentiert anhand von rund 50 Meister- und Probestücken den Wandel der Malerausbildung von der Zunft bis zu den Kunstakademien. Mussten zünftige Handwerker ihr fachliches Können zum Abschluss mit einem Meisterstück belegen, war für die Aufnahme in die später entstandenen Akademien lediglich eine Aufnahmearbeit erforderlich. Mit den Meisterstücken wurde übrigens in Frankfurt der Saal für die Kaiserwahl ausgestattet. Von Meisterprüfungen am Objekt ist unser Handwerk leider weg. Aber sehenswerte Meisterstücke gibt es immer noch – auch wenn sie nur selten gezeigt werden. Und auch auf die Meisterpflicht halten wir unverändert große Stücke.

Motivator Mini-Mieten?

„Die Roten verstehen nichts von Wirtschaft.“ Das hört man nicht nur in der Wirtschaft am Stammtisch, sondern auch bei Veranstaltungen und Tagungen. Der „Deckel von Berlin“, der die Kaltmieten drastisch begrenzen will, scheint dies wieder mal zu bestätigen. Von einer solchen Deckelung haben nicht mal die Mieter was: Mini-Mieten und permanent steigende Kosten werden auch Modernisierungen und Renovierungen minimieren. Dafür gibt es hinreichend Beispiele. Und welcher Bauträger oder Bauherr wird investieren, wenn´s nichts bringt – nicht mal eine einzige Wohnung mehr?

Kabinettstückchen?

Prima Klima? Nein, weder in der Umwelt noch im Umfeld der für die Klimapolitik Zuständigen. Einig ist man sich nur darüber, dass nichts klimaschädlicher ist als Wohnen. Hier entsteht der größte Teil der CO2-Emissionen. Diese sollen in den nächsten 30 Jahren auf nahezu null sinken, aber keiner weiß, wie. Sicher ist nur, dass die dringend notwendige energetische Modernisierung die Mietpreise steigert. Weil trotz diverser Förderprogramme bislang nur eines von hundert anstehenden Gebäuden saniert wird, fordert man jetzt wieder, wie seit Jahren schon, eine Entlastung für die Investitionen bei der Einkommensteuer. Ob dem Klimakabinett dazu was Wirksames einfällt? Das wäre wirklich ein Kabinettstückchen.

Sicher ist sicher

Unternehmer sein heißt, was riskieren. Und wer will das schon? In Deutschland immer weniger. Jedenfalls hat sich die Zahl der Arbeitnehmer, die sich den Schritt in die Selbstständigkeit vorstellen können, seit 2000 noch einmal nahezu halbiert. Und Studenten wollen ohnehin am liebsten eine Stelle beim Staat, also keinerlei Risiko eingehen.

Studieren für Stellen beim Staat

Gründe für diese Risikoscheu gibt es viele: ein boomender Arbeitsmarkt, der zunehmende Wunsch nach Work-Life-Balance und auch die Betrachtung der Arbeit als lästiges Übel. Damit haben gerade Handwerker schon jetzt ihre Last. Und die Kunden bald auch.

Maler für Denkmäler

Die Stiftung Denkmalschutz vergibt an junge Handwerker, die sich berufsbegleitend zum „Restaurator im Handwerk“ oder „Fachwerker für Restaurierungsarbeiten“ weiterqualifizieren wollen, Stipendien. Strebsame Maler und Lackierer, die diesmal den Anmeldeschluss, 30. September, für die Bewerbung verpasst haben, kann man trotzdem mit einem „Denk mal für´s nächste Mal“ auf diese Förderung aufmerksam machen.

Gute Wünsche zum Start

Kaum sind die Abi-Plakate abgehängt, offeriert eine große Zeitung zum Ausbildungsstart ein Design-Paket, mit dem man Angehörigen und Freunden die guten Wünsche zum Beginn der Lehre gestalten und als Anzeige schalten kann. Warum nicht auch als Ausbildungsbetrieb? So eine Anzeige freut nicht nur die Starter. Sie signalisiert auch: Wir bilden gut und gerne aus.

Zu guter Letzt

Christine Uhl, als Managerin ebenso vielseitig wie erfolgreich, beschreibt als prägend, wie ihr Vater bei Wanderungen der Familie stets weit voraus war und von Zeit zu Zeit auf sie wartete. Hatte die schließlich aufgeholt, war er bereits erholt und trieb die Familie pausenlos weiter. sie begriff bald, dass sie mit ihm Schritt halten musste, wenn sie öfter mal pausieren wollte. Ihr Fazit: Wer den Vorreitern immer nur hinterherläuft, bleibt pausenlos gehetzt.


Energetische Modernisierung – Makro-Markt für Maler


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Autor Werner Schledt war jahrzehntelang Betriebsberater und Verbandsgeschäftsführer im hessischen Maler- und Lackiererhandwerk.

Werner Schledt

Gangstraße 35 c

60388 Frankfurt/Main

werner@schledt.de

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