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Himmelmalerei: Schönwetterwolken

Ein gemalter Himmel als Gestaltungselement
Himmelmalerei: Schönwetterwolken

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Gemalte Himmel sind in der Wandmalerei beliebt. Damit sie realistisch erscheinen, müssen einige Punkte beachtet werden. Foto: Lars Krüger
Die Himmelmalerei ist im Bereich der Raumgestaltung eine weitverbreitete Technik – ob eingebaut in ein Wandbild, als eigenständiges Objekt im Rahmen oder auch auf Leinwand. In der siebten Folge der Wandmalerei-Serie zeigt Friederike Schulz, wie ein perfekt gemalter Himmel entsteht.

Autorin: Friederike Schulz / Fotos: Lars Krüger

Für die Himmelmalerei gibt es einige wesentliche Merkmale, die zu beachten sind. Das Blau am Horizont ist kühler und lichter als das in der Nähe scheinende. Man arbeitet daher über drei Blaustufen von warm nach kalt in weichen Übergängen. Alle Grautöne sind warm und werden niemals mit Schwarz und Weiß angemischt, sondern immer mit Ultramarinblau und Siena Natur. Die hellsten, vom Sonnenlicht angestrahlten Stellen sind nicht reinweiß, sondern gelblich warmweiß. Die Wolken werden zum Horizont hin immer schmaler.

Benötigte Werkzeuge und Materialien für die Himmelmalerei

Basis für die Malerei ist eine weiß oder hellblau grundierte, schwach saugende Fläche. Benötigte Werkzeuge sind ein Lasurpinsel, ein breiter Modler, eine Katzenzunge (möglichst Kunsthaar, da weicher) und ein Dachshaarvertreiber. Auf großen Flächen empfiehlt es sich anstatt mit Acrylfarben mit Ölfarben zu arbeiten, da das Arbeiten von „Nass-in-Nass“ bei dieser Technik sehr zu empfehlen ist.

Gearbeitet wird von der Palette, auf der folgende Acrylfarben in der angegebenen Reihenfolge zu finden sind: Siena Natur, Weiß, Ultramarinblau, Kobaltblau und Coelinblau. Zudem stellt man eine Lasur her aus Weiß, Binder und Wasser zu jeweils gleichen Teilen. Um den Trocknungsprozess zu verlängern sollte man noch 30 Prozent Trocknungsverzögerer für Acrylfarben hinzugeben (sogenannten „Retarder“).

Ein gemalter Himmel entsteht

Die gesamte Fläche wird zügig mit der weißen Lasur gestrichen. Im oberen Drittel der Fläche gibt man mit dem Lasurpinsel Ultramarinblau von der Palette hinzu. Das Blau wird mit dem Weiß zu einem gleichmäßigen Ton aufgestrichen und sowohl längs, als auch quer gleichmäßig vertrieben. Im mittleren Drittel wird statt Ultramarinblau Kobaltblau ebenfalls mit der weißen Lasur vermischt. Die Farbe wird gleichmäßig verteilt und mit dem Blau des oberen Drittels durch schräg übergreifendes Malen zu einer Einheit verbunden. Diese Schritte wiederholt man mit dem Coelinblau im unteren Drittel, bleibt dabei aber etwas heller.

Mit dem Modler vertreibt man die komplette Fläche von oben nach unten und verschlichtet die Pinselstriche im Anschluss horizontal. Das finale Bild sollte eine homogene Fläche sein, die sich langsam von einem warmen Blauton zu einem lichten kühleren Blau entwickelt ohne harte Übergänge.

Wolken ziehen am Himmel auf

Nun entstehen Wölkchen am blauen Himmel. Mit Weiß werden mit der Katzenzunge die Wolken „vorgezeichnet“ und im Anschluss mit dem Dachshaarvertreiber verschlichtet. Die Wolken am Horizont sind schmaler und wärmer. Hier wird das Weiß etwas mit Siena Natur gemischt und sehr flache streifige Wolken eingemalt. Aus Ultramarinblau, Siena Natur und Weiß wird auf der Palette schließlich ein warmer Grauton gemischt, um die Wolken im unteren Bereich damit zu strukturieren. Auch bei diesem Schritt wird die Fläche mit dem Dachshaarvertreiber stets verschlichtet.

Abschließend werden die Wolken exakter ausformuliert und „weich gemacht“. Die hellen, stark von der Sonne reflektierten Bereiche werden mit einer Mischung aus Weiß und Siena Natur hervorgehoben.

Weitere Folgen der Dekorationsmalerei-Serie:

Dreidimensionale Malerei

Wand im Schottenrock

Gemaltes Mahagoni-Holz

Gemalter Stoff

Nicht ganz in Weiß: Brèche-Grise-Marmorimitation

Schwarzes Gold: Portor-Marmorimitation

So entsteht die Himmelmalerei:

Himmelmalerei 1
Auf die hellblau grundierte Fläche trägt man mit einem Lasurpinsel die selbst angemischte, trocknungsverzögerte weiße Lasur zügig auf. Foto: Lars Krüger

Himmelmalerei 2
Im oberen Drittel der weiß lasierten Fläche gibt man mit dem Lasurpinsel Ultramarinblau von der Palette hinzu. Foto: Lars Krüger

Himmelmalerei 3
Das Blau wird mit dem Weiß zu einem gleichmäßigen Ton aufgestrichen und sowohl längs, als auch quer gleichmäßig vertrieben. Foto: Lars Krüger

Himmelmalerei 4
Diese Schritte wiederholt man im mittleren Drittel mit Kobaltblau und im unteren Drittel mit dem Coelinblau. Die Farbe wird dabei mit dem darüberliegenden Blau durch schräg übergreifendes Malen zu einer Einheit verbunden. Foto: Lars Krüger

Mit dem Modler vertreibt man die komplette Fläche von oben nach unten und verschlichtet die Pinselstriche im Anschluss horizontal. Das finale Bild sollte eine homogene Fläche sein, die sich von einem warmen Blauton zu einem lichten kühleren Blau entwickelt ohne harte Übergänge. Foto: Lars Krüger

Mit Weiß werden mithilfe der Katzenzunge die Wolken „vorgezeichnet“ und im Anschluss mit dem Dachshaarvertreiber verschlichtet. Die Wolken am Horizont sind schmaler und wärmer. Hier wird das Weiß etwas mit dem Siena Natur gemischt und sehr flache streifige Wolken eingemalt. Foto: Lars Krüger

Aus Ultramarinblau, Siena Natur und Weiß wird auf der Palette ein warmer Grauton gemischt, um die Wolken im unteren Bereich damit zu strukturieren. Auch bei diesem Schritt wird die Fläche mit dem Dachshaarvertreiber stets verschlichtet. Foto: Lars Krüger

Die Wolken werden nun exakter ausformuliert und weich gemacht. Die hellen, stark von der Sonne reflektierten Bereiche werden mit einer Mischung aus Weiß und Siena Natur hervorgehoben. Foto: Lars Krüger

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