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Bewertungen nutzen

Kundenbewertungen spielen auch im Malerhandwerk eine immer größere Rolle, da sie nicht nur „offline“ Mund zu Mund weitergegeben werden, sondern auch online eine wachsende Bedeutung bekommen.

Autor: Marc Busse

Es wird immer wichtiger, gezielt Kundenbewertungen einzusammeln und zu veröffentlichen. Denn mittlerweile nutzen über 88 Prozent der Interessenten Bewertungen, um sich bei Handwerksleistungen zu orientieren.

Wo Kundenbewertungen sammeln?

Eine Möglichkeit besteht darin, die Bewertungen der Kunden auf Ihrer eigenen Webseite zu sammeln und zu veröffentlichen. Hier haben Sie verschiedene Wege diese Referenzen darzustellen. Der eindrucksvollste, aber auch aufwendigste Weg, ist ein kleiner Artikel über ihre Arbeiten mit Bildern und einer Kundenstimme. Alternativ können Sie auch ein paar Bilder (z. B. vorher – nachher) mit einer Kundenbewertung verbinden. Die einfachste Möglichkeit Kundenbewertungen einzusammeln, geschieht mit simplen Sternebewertungen. Sollten diese jedoch für sich allein ohne weiteren Kontext stehen, kann die Glaubwürdigkeit und somit Vertrauen in diese Maßnahme schnell verloren gehen. Sehen Bewertungen unglaubwürdig oder gar gefälscht aus, kann dies sogar einen negativen Effekt auf Ihren Malerbetrieb haben.

Tipp: Sie können auch Bewertungen von sozialen Netzwerken und anderen Portalen auf Ihrer Webseite einbinden

Soziale Netzwerke

Zweiter zentraler Ort für Kundenbewertungen sind soziale Netzwerke. Sobald Ihr Malerbetrieb bei Facebook mit einer Unternehmensseite vertreten ist, können Sie hier Kundenbewertungen sammeln. Da viele Ihrer Interessenten einen Facebook-Account haben, können zufriedene Kunden ohne weitere Anmeldung oder ähnliches eine Bewertung zu Ihrem Betrieb hinterlassen. Gleiches gilt für Google My Business, Ihr Google-Unternehmensprofil, welches in Google Maps angezeigt wird. Diese Bewertungen werden sogar direkt angezeigt, sobald Personen nach Ihrem Firmennamen bei Google suchen. Hier können Sie mithilfe von positiven Bewertungen bereits einen guten Eindruck hinterlassen, noch bevor ein möglicher Interessent oder Bestandskunde Ihre Webseite besucht.

Bewertungsplattformen

Zuletzt gibt es eine Vielzahl von Bewertungsplattformen, welche teilweise kostenpflichtig sind. Hier erhalten Sie in den meisten Fällen eine Art Siegel, welches Sie auf Ihrer Malerwebseite als Vertrauenssymbol einbauen können. In erster Linie sollten Sie sich auf die vorher genannten Punkte konzentrieren. Sofern Sie Bewertungen auf Ihrer eigenen Webseite und in sozialen Medien bereits erfolgreich einsammeln, können Sie auch die Nutzung einer Bewertungsplattform in Betracht ziehen. Wir empfehlen jedoch nicht an zu vielen Orten Bewertungen zu sammeln, da Sie diese auch kontrollieren und auf Bewertungen reagieren müssen.

Tipp: Nutzen Sie nur so viele Bewertungsplattformen, wie Sie auch kontrollieren können

Wie Bewertungen einsammeln?

Natürlich sollte der erste Schritt sein, zufriedenen Kunden eine einfache und verfügbare Möglichkeit zu bieten, Ihren Malerbetrieb im Internet zu bewerten. Zusätzlich sollten Sie zufriedene Kunden aktiv auf eine Bewertung ansprechen und aufzeigen wie eine Bewertung möglich wäre. Dies können Sie einerseits per Mail nach Abschluss des Auftrags machen oder aber einen Flyer dem Kunden überreichen, der erklärt, wie er das Unternehmen bewerten kann.

Umgang mit Bewertungen

Sie sollten sich für positive Bewertungen stets bedanken und bei negativen Bewertungen auf das Feedback eingehen. Dies ist fast immer besser als den Kommentar unbeantwortet zu lassen. Entschuldigen Sie sich bei entstandenen Problemen und bitten Sie um eine Klärung des Sachverhaltes in einem persönlichen Gespräch (z. B. telefonisch). Wichtig ist, dass Sie auch bei negativen Kommentaren eine Lösung anbieten, was auch öffentlich gesehen und honoriert wird. Bei beleidigenden oder rufschädigenden Bewertungen ist auch eine Löschung möglich, was jedoch als ein letzter Schritt gesehen werden sollte.

Tipp: Wichtig sind zunächst gute Leistungen, denn zufriedene Kunden bewerten Ihren Betrieb (fast) von alleine.

Mehr zum Thema:
bit.ly/2zFd6LF


Checkliste

1. Überblick verschaffen

Wo ist mein Betrieb aktuell schon gelistet?

2. Eintrag erstellen und übernehmen

Sofern ein Eintrag nicht von Ihnen erstellt wurde, werden Sie auch keinen Zugriff auf diesen haben. Wichtig ist, dass Sie den Firmeneintrag im jeweiligen Verzeichnis übernehmen und Ihre Inhaberschaft nachweisen.

3. Eintrag vervollständigen

Angaben wie Webseite, Email, aber auch eine Firmenbeschreibung eintragen. Zusätzlich empfiehlt es sich, Bilder wie das Firmenlogo oder ein Bild vom Team oder dem Firmengebäude zu hinterlegen.