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Steampunk-Oberflächen: Farbenwechsel durch Flip-Flop-Pigmente

Kreativtechniken im Steampunkstil
Farbenwechsel durch Flip-Flop-Pigmente

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Foto: Susanne Wierse

Fasziniert vom Geist des viktorianischen Zeitalters entwickelte Margarita Vulfert im Rahmen ihrer Meisterprüfung Oberflächentechniken für das Gestaltungsgenre „Steampunk“. Hier zeigt sie ihre Oberflächentechnik Miss Lydia Split mit changierenden Flip-Flop-Pigmenten.

Autorin I Fotos: Margarita Vulfert

Meine speziell für das Science-Fiction-Genre Steampunk entwickelten Oberflächentechniken und -strukturen eröffnen neue Gestaltungsmöglichkeiten bei Liebhabern dieser Bewegung. Sie eigenen sich aber auch für Gestaltungsaufträge im Gastronomiebereich oder für eine Wandgestaltung im Büro.

Oberflächentechnik mit Flip-Flop-Pigmenten

Die aus meiner Sicht schönste Oberfläche entsteht bei der Werktechnik „Miss Lydia Split“. Sie ist aufgrund der sich je nach Blickwinkel verändernden Farbwirkung ein Hingucker, den ich auch im Büro meines Arbeitgebers ausgeführt habe.

Die Werktechnik entstand nach dem Vorbild von destruktivem Metallauswuchs, sei es Zunder oder Rost. Je nach Betrachtungswinkel wechselt die Oberfläche aufgrund des in der Lasur enthaltenen sogenannten Flip-Flop-Pigments ihre Farbigkeit, changiert von grün zu rot.

Die Gesamtfarbwirkung kann durch unterschiedliche Untergrundtöne beeinflusst werden. In dem hier gezeigten Beispiel handelt es sich um einen schwarzen Metallic-Anstrich.

Der „Auswuchs“ bei dieser Technik wird diagonal mit einem Haar-Toupierkamm gezielt platziert. Die erzeugte Fluchtrichtung wird dabei von Fluchtpunkten der Räumlichkeit nicht beeinflusst. Die Oberfläche der verzierten Wand bleibt in der Gesamtwirkung nahezu glatt und ist dennoch strukturiert.

Die erste Folge der Serie finden Sie hier:

Kreativtechniken für fantastische Welten


Steampunk Foto: Margarita Vulfert

Im ersten Schritt wird der Untergrund mit einer Zementspachtelmasse beschichtet. Der Auftrag erfolgt vollflächig mit einer Metalltraufel.


Foto: Margarita Vulfert

Nach dem Durchhärten des Materials müssen grobe Unebenheiten mit einem Schleifutensil geebnet werden. Bitte Atemschutz beachten!


Foto: Margarita Vulfert

Darauf folgt ein Auftrag der Spachtelmasse mit einer Zahntraufel. Es gilt: großzügig auftragen. Die Masse sollte möglichst zäh sein.


Foto: Margarita Vulfert

Nach einer etwa fünfminütigen Ziehzeit darf die Oberfläche mit einer Metalltraufel geebnet werden.


Foto: Margarita Vulfert

Jetzt wird ein Toupierkamm benötigt, mit dem in diagonaler Ausrichtung durch Stupfen in die noch feuchte Masse eine Art Auswuchs produziert wird.


Steampunk Foto: Margarita Vulfert

Wenn die Zementmasse getrocknet ist, wird die Oberfläche angeschliffen und so die Spitzen des Auswuchses geebnet.


Steampunk Foto: Margarita Vulfert

Nun wird die Fläche mit einer schwarzen Metallic-Acrylfarbe, am besten mit einer Lammfellwalze, beschichtet. Alle Vertiefungen ausfüllen!


Steampunk Foto: Margarita Vulfert

Die noch nasse Beschichtung wird mit einer Kunststofftraufel verschlichtet und so die Walzenstruktur egalisiert.


Steampunk Foto: Margarita Vulfert

Für diesen Schritt wird eine harte Gummiwalze mit einer Flip-Flop-Lasur bestrichen. Das vermeidet überschüssiges Material auf dem Untergrund.


Steampunk Foto: Margarita Vulfert

Bei der anschließenden Beschichtung der Oberfläche muss streng darauf geachtet werden, dass sämtliche Vertiefungen ausgespart bleiben.


Steampunk Foto: Margarita Vulfert

Nun wird auch diese Schicht mit der Kunststofftraufel verschlichtet. Die weißlichen Lasurüberstände sollten hierbei verschwinden.


Foto: Margarita Vulfert

Die Besonderheit der Kreativtechnik ist die Zugabe des Flip-Flop-Pigments, durch das die Oberfläche je nach Blickwinkel die Farbe ändert.

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