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Fassadengestaltung mit WDVS

Fassadengestaltung mit WDVS
Der mit dem großen Schriftzug

Fassadengestaltung mit WDVS: Die Familie von Maler Ronny Prohaska wohnt bereits seit fünf Generationen im selben Haus. Wie er das betagte, schlichte Gebäude mit den Gestaltungsmitteln WDVS, Putz und Farbe in die Moderne geführt und dazu noch eine erstklassige Visitenkarte für seinen Betrieb abgegeben hat, zeigt ein Blick nach Brehme in Thüringen.

Autor: Dirk Pöhlker | Fotos: Brillux

Normalerweise macht Ronny Prohaska die Häuser anderer Menschen schön und fit für die Zukunft. Der Maler ist seit 2008 selbstständig mit seinem kleinen Fachbetrieb in der 1200-Seelen-Gemeinde Brehme in der thüringischen Region Eichsfeld. Hier ist er der „Dorfmaler“, der im Ort bereits rund zwanzig Fassaden mit durchaus ungewöhnlichen Gestaltungen auf Vordermann gebracht hat. „Ich tüftle gern und es langweilt mich schon, wenn ich über Weihnachten eine Woche untätig herumsitzen muss“, sagt der 46-Jährige. Seit er 2005 in das Haus in der Hauptstraße 60 einheiratete, das der Urgroßvater seiner Frau in den 1930er-Jahren erbaut hatte, kann er seine Begeisterung für das Lösen kniffliger Aufgaben auch privat ausleben. Nachdem er innen auf 200 Quadratmetern alles nach seinen Vorstellungen für die Familie mit zwei Söhnen umgebaut hatte, nahm er die Fassade in Angriff: Konnte sich aus dem schlichten, sehr schmalen, aber 16 Meter langen Haus ein ganz eigener Charme herausarbeiten und modern betonen lassen? Der Tüftler in Ronny Prohaska war einmal mehr geweckt.

In drei Dimensionen gestaltet

An der monochrom, in Gelb beschichteten Kratzputzfassade war vor der Modernisierung rein baulich kein Notstand zu erkennen – rein gestalterisch für Ronny Prohaska jedoch schon. „Ich persönlich mag Gelb an der Fassade nicht“, sagt der Farbfachmann. „Es zieht Fliegen an und wirkt bei vollflächigem Anstrich für meinen Geschmack etwas zu betulich und langweilig.“ Außerdem störte sich sein Gestalterauge daran, dass der Sockel gegenüber der Fassadenfläche vorsprang – und nicht anders herum. Deshalb entschied sich der 46-Jährige, die Gebäudehülle in drei Dimensionen neu und sachlich modern zu modellieren. Seine Mittel: eine Wärmedämmung, ein besonderer Putz und eine gliedernde Farbgestaltung.

Fassadengestaltung mit WDVS

250 Quadratmeter Fassadenfläche lagen vor dem Fachmann, deren Gestaltung er „nebenbei“ – also nach Feierabend auf rund vier Monate verteilt – allein in Angriff nahm. Und das selbstredend ohne Kompromisse bei Ausführung und Materialien. Prohaska entschied sich hier durchweg für Top-Produkte. Gedämmt wurde mit sechs Zentimeter starken Steinwolle-Lammellendämmplatten, die geklebt und gedübelt wurden. Mit dieser Maßnahme wurde auch der zuvor bestehende Überstand des Sockels ausgeglichen. Der Maler ist der Meinung, dass außenseitige Wärmedämmung und ästhetische Ausformung der Fassade gut zusammenpassen: „Man erweitert seinen Gestaltungsspielraum immens. Mit einem Fassadenanstrich allein retuschiere ich „nur“ die alte Fassadenwirkung. Setzt man die verschiedenen Plattendicken einer Wärmedämmung auch gestalterisch ein, lässt sich das Profil der Gebäudeansicht in der dritten Dimension positiv verändern.“

Die beidseitige Vorbeschichtung der Dämmplätten erwies sich im nächsten Schritt als zusätzlicher Vorteil. Mit einem mineralischen Armierungsputz erzielte der 46-Jährige in zwei Arbeitsgängen eine äußerst ebene Oberfläche. Hier arbeitete Prohaska extrem präzise: Denn statt dem standardmäßig verwendeten körnigen Kratzputz wollte der Malerprofi an seinem Privathaus unbedingt einen fast glatten Feinputz sehen. „Das war ganz entscheidend für meine Idee, dem Haus einen modernen Look zu geben. Glatte Flächen sind das aktuelle Designthema, wirken zudem viel größer als grob geputzte Wände und verschmutzen weniger – besonders das organisch gebundene Produkt, für das ich mich entschieden habe“, betont er. Sein Produkt der Wahl, ein Feinputz ohne Strukturkorn von Brillux, wird verarbeitungsfertig geliefert und zählt Robustheit ebenso wie ein optimales Oberflächenbild zu seinen Vorzügen.

Wirkungsvoll ohne Effekthascherei

Mit Dämmplatten und Putz hatte der Thüringer dem Gebäude bereits eine neue Kontur und einen veränderten Charakter gegeben. Mit der Farbgestaltung formte er den Baukörper vollends neu aus. Das Potenzial, das hierbei in der Wahl der Farbtöne und ihrer Anordnung liegt, wurde sehr dezent und überlegt ausgeschöpft. Der Maler ist ein bekennender Fan von Weißtönen: Er schätzt deren zeitlose, stilvolle und subtile Wirkung. Für sein eigenes Haus wählte er als Leitfarbe eine Weißnuance, die durch feine Rotanteile besonders warm leuchtet. Für visuelle Abwechslung und Tiefenwirkung setzte er anthrazitfarbene Farbfelder ein. Sie fassen die Giebelfenster im Erdgeschoss und ersten Stock zusammen. „Das war die einzig grafisch sinnvolle Gestaltungsmöglichkeit für mich angesichts der sehr schmalen Giebelseite“, erläutert Ronny Prohaska. Derselbe dunkle Grauton akzentuiert auch als schmales vertikales Band die Gebäudeseiten. Auf der einen Seite fließt der dunkle Streifen sogar um die Gebäudeecke. Diese asymmetrische Betonung bietet zudem eine tolle Bühne für ein funktionales Element mit Schmuckcharakter: Prohaska hat an dieser Stelle den Straßennamen und die Hausnummer in großen Lettern und moderner Typografie in Weiß appliziert. Wie viel Präzision und Liebe zum Detail dabei im Spiel war, zeigt auch das neue Sockeldesign. Hier wurde das Mauer- und Fugenwerk des sanierten Sandsteins passend in einem hellen und dem anthrazitfarbenen Grauton nachgebildet. Der Look des Hauses zeigt sich jetzt zeitgemäß und bindet doch sensibel den Bestand und die Umgebung mit ein. Dass die neue Optik auch lange hält – dafür hat der 46-Jährige mit der Auswahl des Beschichtungsmaterials vorgesorgt. Zum Einsatz kam eine Silicon-Fassadenfarbe, die durch eine hochwertige Rezeptur für ein langlebiges, sauberes und farbtonstabiles Ergebnis sorgt. Prohaska beschichtete die Fassade damit zweifach. Im zweiten Auftrag verwendete er eine mit fungizidem Zusatz ausgerüstete Fassadenfarbe, um die Beschichtung vor Algen- und Pilzbefall zu schützen. Die dunklen Fassadenanteile erhielten im selben Zug ihr Finish in sogenannter TSR-Qualität: Diese verhindert eine zu starke Aufheizung der anthrazitfarbenen Fassadenflächen und ermöglicht damit den Einsatz auch von dunklen Farbtönen auf WDVS – was die Gestaltungsfreiheit deutlich erhöht.

Ein Referenzobjekt in eigener Sache

Natürlich blieben die Aktivitäten des Malers am eigenen Heim im Dorf nicht unbeobachtet. Seitdem die Fassade fertiggestellt ist, fängt das Liebhaberobjekt die Blicke ein: „Jeder Kirchgänger kommt sonntags an unserem Haus vorbei, und seither bin ich ‚der Maler mit dem großen Schriftzug‘“. Die Visitenkarte funktioniert also – doch wie sieht es mit dem persönlichen Wohnkomfort aus? „Durch die verschiedenen Modernisierungen im Innen- und Außenbereich – von der Brennwerttherme über die neu eingebauten Kaminöfen bis hin zur Wärmedämmung – sparen wir jetzt 50 Prozent Heizenergie gegenüber früher ein und haben ein wunderbares Raumklima zu jeder Jahreszeit.“ Also alles gut in der Hauptstraße 60 in Brehme und – ausgetüftelt? „Nein!“, lacht Ronny Prohaska. „Im Innenbereich habe ich die letzten 14 Jahre zweimal umgebaut und habe schon weitere Ideen fürs dritte Mal.“

Mehr über Maler Ronny Prohaska: www.rp-maler.de


PraxisPlus

Bei der Fassadengestaltung am Wohnhaus in Brehme kamen folgende Produkte von Brillux zum Einsatz:

  • MW Top Lamelle 3611
  • Rausan KR Feinputz 3530
  • Silicon-Fassadenfarbe 918

Weitere Informationen zu den Produkten:

www.brillux.de


 

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