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Rasterdecken renovieren: Auf die schnelle Art

Trockenbau
Rasterdecken renovieren: Auf die schnelle Art

Renovierung von Rasterdecken ohne Farbe, Schmutz und großem Zeitaufwand:  dank eines Glasfaservlieses sieht der Raucherbereich des Lokals „Pasha“ in Griesheim wieder adrett aus.

Autorin: Petra Neumann-Prystaj / Fotos: Caparol

Von südamerikanischen Cocktails bis zum regionalen Kochkäseschnitzel: Seit 27 Jahren bedient der Wirt des Griesheimer Lokals „Pasha“ die unterschiedlichsten Geschmäcker. Eine Schiebetür aus Glas trennt den Nichtraucherbereich vom Raucherzimmer, und dort hinterließ der im Tabak enthaltene Teer seine Spuren. Die einst weißen, im Lauf der Jahre jedoch verstaubten Akustikplatten der Rasterdecke hatten einen schmutziggelben Farbton angenommen. Das wollte der Wirt zwar ändern lassen, aber dafür keinen Verdienstausfall in Kauf nehmen. Er erinnert sich noch gut daran, dass er sein Lokal wegen der letzten Renovierung vor 13 Jahren tagelang schließen musste. Diesmal sollte es deutlich schneller gehen.

Rasterdecken renovieren in kurzer Zeit

Tatsächlich konnten die Rasterdecken der beiden „Pasha“-Räume in etwa anderthalb Tagen und fast bei laufendem Betrieb von nur zwei Handwerkern in einen optisch neuen Zustand versetzt werden. Das war möglich, weil die nikotingelben Deckenplatten weder ausgetauscht, noch mit weißer Farbe angestrichen wurden. Sie blieben an Ort und Stelle, verschwinden nun aber hinter einem weiß pigmentierten Glasfaservlies. Vor der Montage wurde das verschmutzte Tragschienensystems der Rasterdecke mit Industriefettlöser gereinigt.

Rasterdecken renovieren – ganz einfach

Pro Quadratmeter wiegt das nicht brennbare Renovierungsvlies nur 300 Gramm. Die Verlegezeit für eines der vorkonfektionierten quadratischen Platten – jede ist 62,5 auf 62,5 cm groß und etwas dicker als ein Millimeter – beträgt etwa 1,5 Minuten. Die Leichtgewichte werden einfach zwischen Rasterschiene und alte Deckenplatte geklemmt, nicht geklebt, sind während der Montage biegsam, bleiben danach aber formstabil. Ein leichtes Durchhängen bis auf drei Millimeter ist optisch unauffällig. Alle für Lüftung oder Lampen nötigen Öffnungen werden mit einem Cuttermesser in das Vlies geschnitten, und entsprechend wird mit den Ecken verfahren.

Kalkglättetechnik mit metallischem Glanz

Doch bei der Renovierung der Rasterdecken sollte es im „Pasha“ nicht bleiben: Auch die Wände im Raucherbereich hatten eine Überarbeitung nötig. Statt der vorherigen Wischtechnik, die im Nichtraucherbereich erhalten blieb, wurde eine neue mineralische Kalkglättetechnik mit Metallicglanz angewandt, und zwar zu den Polstern passend im goldbraunen Farbton Amber 10 MET. Jede damit aufgewertete Wand ist ein Unikat. Um die Wirkung einer metallisch changierenden Sichtbetonoberfläche zu erzielen, wurden zwei Lagen Kalkspachtelmasse aufgetragen, die erste vollflächig, die zweite mit der Aussparung von Teilflächen. Dann wurde der graue Untergrund mit einer transparenten Grundierung versehen und nach der Trocknung einmal mit einer glänzenden Dispersionsfarbe mit metallischer Optik im Farbton Amber 10 MET mit dem Schwammbrett beschichtet. Durch den dünnen Auftrag schimmert jetzt das Grau des Untergrunds hervor. Bei Sonneneinstrahlung glänzt die Wand anders als bei Lampenlicht, und dieser Effekt trägt mit zur anregenden, lebendigen Raumatmosphäre bei.

Kostengünstige Renovierung von Rasterdecken

„Schnuckelig“ nennt der „Pasha“-Wirt das Ergebnis der kostengünstigen Renovierung der Rasterdecken. Der Austausch der vergilbten Deckenplatten hätte ihn wesentlich mehr gekostet. Zu den Ausgaben für neue Platten wären nämlich noch Entsorgungskosten für die alten dazu gekommen, die – je nach Herstellerdatum – zum Teil wie Sondermüll behandelt werden müssen.

Dass die optische Auffrischung seines Lokals so unkompliziert ablaufen würde, hätte sich der Gastwirt nicht träumen lassen. „Sauber, schnell, sieht ordentlich aus – ich bin zufrieden“, lobt er das neue Renovierungssystem. Auch den Rauchern unter den Stammkunden ist die neue Helligkeit im „Pasha“ angenehm aufgefallen.

Lernen am Objekt

Die Außendienst-Mannschaft des Fachhändlers Späth Knoll aus Darmstadt nutzte die Renovierung von Rasterdecken im „Pasha“ als Workshop. Caparol-Außendienstmitarbeiter Claus Fehr erklärte der Mannschaft von Späth Knoll die Vorgehensweise. Danach durfte die Mitarbeiter selbst Hand anlegen. Dank der einfachen Verarbeitbarkeit des Renoviersystems kann sich das Ergebnis des Workshops sehen lassen.

Im „Pasha“ verwendete Produkte:

  • Renoviervlies „CapaCoustic RasterFiXX“
  • Kreativtechnik „Calcino Romantico Metallucente“

Weitere Informationen zu den Produkten: www.caparol.de

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