Nachwuchs

Bodenmalerei

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Mithilfe von Lasuren und Schablonen lassen sich ganz individuelle „Fliesenböden“ aufmalen. Ein transparenter Bodensiegel sorgt dafür, dass das Kunstwerk geschützt ist. Foto: Friederike Schulz
Teil 9 unserer Serie: Man kann Betonfußböden nicht nur einfarbig gestalten. Mithilfe von Schablonen und Lasuren können individuelle Bodenbeläge aufgemalt werden.

Autorin I Fotos: Friederike Schulz

Eines gleich vorweg: Die meisten Hersteller geben bei dieser Art von Malerei keine Garantie für die Haltbarkeit der Beschichtung. Schließlich wird das System nicht wie gewöhnlich verarbeitet. Deshalb sollte man einige Aspekte beachten, damit die Bodenbemalung dem Auftraggeber dennoch lange Freude bereitet. Bei Betonfußböden ist es ratsam, mit einem Farbsystem zu arbeiten und die Lasuren mit Pigmenten und dem geeigneten Binder herzustellen. Wesentlich zur Haltbarkeit der bemalten Fläche trägt die Schlussbeschichtung bei. Auch hier ist es empfehlenswert im System des Herstellers zu bleiben, um Oberflächenspannungen zu vermeiden.

Da Lasuren über eine geringe Schichtdicke verfügen beeinträchtigen sie im Normalfall die Haltbarkeit der industriell hergestellten Beschichtungen nicht. Es ist empfehlenswert, im Voraus Muster anzufertigen, um zu prüfen, ob die Materialien sich untereinander vertragen.

Für die Gestaltungsarbeiten werden folgende Werkzeuge benötigt: ein Naturschwamm und ein breiter Modler für die Lasur, Schablonen und Schablonierpinsel für das Muster und für die gemalten Fugen ein Malerlineal und ein geeigneter Strichzieher.

Die Arbeitsschritte zur Bodenmalerei

Zu Beginn der Arbeiten wird der hellere Grundton zweimalig gestrichen. Aus Binder, Pigment und Wasser stellt man eine Lasur her. Es ist sinnvoll alle Farben und Lasuren aus einer „Familie“ zu mischen. Dadurch entsteht ein harmonisches Gesamtbild. Die Lasur wird im Kreuzgang gleichmäßig aufgetragen.

Zur Erzeugung einer steinigen Oberfläche wird eine zweite, etwas grauere Lasur angemischt. Die Fläche wird mit dieser unter Zuhilfenahme eines Naturschwamms lasierend gestupft.

Nach der Herstellung einer Schablone wird die komplette Bodenfläche mit der dunkleren Fußbodenfarbe schabloniert. Die Farbe muss dabei nicht vollständig decken, das erhöht das Farbspiel im Gesamteindruck. Nach dem Schablonieren werden zuerst mit einem hellen Grauton und anschließend angrenzend mit einem dunkleren die Fugen mithilfe von Pinsel und Lineal gezogen. Die helle Fuge stellt die Lichtkante dar und lässt das Gesamtbild plastischer wirken.

Zum Schluss wird die komplette Fläche mit einer dritten Lasur im Kreuzgang mit dem Modler gestrichen. Die Oberfläche bekommt noch mehr Tiefe und Lebendigkeit. Man sollte bei diesem Arbeitsschritt unbedingt darauf achten die Lasur nicht zu stark zu pigmentieren.

Der fertig gestaltete Boden wird im Anschluss mit einer transparenten Schutzbeschichtung versiegelt.

Folgen 1 bis 8 der Serie:
www.malerblatt.de


Foto: Friederike Schulz

Auf die hell grundierte Bodenfläche wird zunächst eine im gewünschten Farbton angemischte Lasur – hier ein helles Grau – im Kreuzgang gleichmäßig aufgetragen.


Foto: Friederike Schulz

Zur Erzeugung einer steinartigen Oberfläche wird eine zweite – hier etwas grauere – Lasur angemischt. Mit dieser wird die Fläche mittels eines Naturschwamms lasierend gestupft.


Foto: Friederike Schulz

Nun schabloniert man die komplette Bodenfläche mit Fußbodenfarbe im gewünschten Farbton.
Die Farbe muss dabei nicht vollständig decken,
das erhöht das Farbspiel im Gesamteindruck.


Foto: Friederike Schulz

Nach dem Schablonieren werden zuerst mit einem hellen Farbton und anschließend direkt angrenzend mit einem dunkleren die Fugen mithilfe von Pinsel und Lineal gezogen.


Foto: Friederike Schulz

Zum Schluss wird die komplette Fläche mit einer weiteren Lasur im Kreuzgang mit dem Modler gestrichen. Die Oberfläche bekommt dadurch noch mehr Tiefe und insgesamt mehr Lebendigkeit.

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